Nach Bären-Attacken

Petition soll Referendum im Trentino erzwingen

Ausland
29.07.2024 15:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Braunbär ist in Teilen Europas wieder auf dem Vormarsch. In Italien kam es in den vergangenen Monaten vereinzelt zu tödlichen Begegnungen. Eine Petition verlangt nun die Eindämmung der Bärenpopulation im Trentino.

6000 Unterschriften sind in vier Tagen gegen die wachsende Zahl von Bären im Trentino in Italien gesammelt worden. Die Petition wurde der Gemeinde Val di Sole im Trentino übergeben, damit soll ein Referendum zum Thema Bären organisiert werden, lautet die Forderung, wie lokale Medien berichteten.

Bären und Wölfe als wirtschaftlicher Schaden?
Das Komitee, das das Referendum fordert, stellte den Einwohnern die Frage: „Sind Sie der Meinung, dass die Anwesenheit von großen Raubtieren wie Bären und Wölfen in Gebieten wie dem Sole-, Peio- und Rabbital eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt und der Wirtschaft sowie der Erhaltung der lokalen Bräuche und Traditionen schadet?“

Im Trentiner Caldes hatte im April 2023 eine Bärin einen 26-jährigen Jogger tödlich verletzt. Das Trentino hatte zuletzt einen Gesetzesentwurf gebilligt, mit dem die Ausbreitung der Bärenpopulation eingedämmt werden soll. Der Entwurf sieht die Möglichkeit vor, bis zu acht Tiere pro Jahr zu töten. Laut jüngsten Schätzungen beläuft sich die Zahl der Bären im Trentino auf mehr als 100 Exemplare.

Abschuss als Politikum
Eine weitere Bärin hatte erst am 16. Juli einen französischen Urlauber attackiert und verletzt. Nach dem Angriff hatte Landeshauptmann Maurizio Fugatti zweimal eine Abschussverordnung gegen das Weibchen unterzeichnet. Diese wurde in Folge eines Rekurses von Tierschützern vom regionalen Verwaltungsgericht zweimal ausgesetzt.

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