

Jubiläum, Uraufführung und lieb gewonnene Traditionen um die Marienstatue aus Portugal. Noch gibt es Restkarten fürs Schiff.
„Gäste haben mir schon erzählt, sie planen ihren Urlaub nach der Marienschiffsprozession. Und oft werden Karten als Geschenk gekauft; so wertvoll ist den Menschen diese Wallfahrt am Wörthersee“, freut sich Dompfarrer Peter Allmaier, der seit einigen Jahren mit der Stadtpastoral die Marienschiffsprozession organisiert, in der die Pilger heuer zum 70. Mal mit der Muttergottesstatue über den Wörthersee fahren.


Begonnen hat die Tradition 1954, als der Papst ein marianisches Jahr ausgerufen hat. Die Pfarre Klagenfurt-St. Josef hat im portugiesischen Fátima, wo 1917 drei Hirtenkindern Maria erschienen sein soll, eine Madonna gekauft. Studenten aus Wien haben die Statue bis Velden mitgenommen. Um sie feierlich nach Klagenfurt zu bringen, ist die Idee zur Prozession aufgekommen.
Alljährlich wird die Wallfahrt wiederholt, nur zweimal sind die Schiffe wegen des Wetters nicht weit gekommen, in der Corona-Zeit fuhr ein leeres Geisterschiff über den See.
Aber heuer, zum 70-jährigen Jubiläum, gibt es wieder ein großes Programm. „Weil ja zu Mariä Himmelfahrt Kräutersträußchen gesegnet werden, haben wir Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger eingeladen“, so Allmaier. Der „Krone“-Kolumnist predigt an allen Stationen. Hannes Benedikt, der das Kärntner Requiem komponiert hat, bringt mit Sopranistin Margot Loibnegger und der Blasmusik St. Marein in Pörtschach ein Kärntner Ave Maria zur Uraufführung.
Zu Mariä Himmelfahrt gehören ja die Kräutersträußchen, also haben wir als Prediger Kräuterpfarrer Benedikt eingeladen. Wir werden am 15. August singen, beten, reden.Diese Marienschiffsprozession ist ein bisschen wie ein Volksfest. Tausende Menschen kommen. Die Stimmung ist feierlich. Wir singen, beten und reden miteinander.
Peter Allmaier, Dompfarrer zu Klagenfurt
“Wenn wir uns einer Anlegestelle nähern, singen wir ein Marienlied. Die Menschen erwarten und schon. Der Herr Bischof und der Prediger, heuer eben Benedikt Felsinger, steigen aus, werden begrüßt. Die Schiffahrt ist ja langsam, entschleunigt. Das macht was mit den Menschen. Man kommt so schön ins Reden“, genießt Allmaier diese Prozession Jahr für Jahr.
Im Dom zu Klagenfurt haben ja die einzigartigen Maiandachten eine lange Tradition. Seit rund 120 Jahren wird an jedem Tag im Mai der Rosenkranz gebetet, Prediger kommen aus ganz Österreich. „Die Marienschiffsprozession passt also gut zu uns“, so Dompfarrer Peter Allmaier.
“Ein Schiff ist schon voll besetzt, eines zu drei Viertel. Wenn noch viele mitfahren wollen, könnte es noch ein drittes Schiff geben“, so Allmaier.
Klagenfurt: Ab 19.30 Uhr stimmt die Stadtkapelle Klagenfurt die Wallfahrer am 15. August an der Anlegestelle in der Ostbucht musikalisch ein. Informationen zur Geschichte der Prozession werden in deutscher, italienischer und englischer Sprache gegeben. Um 20 Uhr legen die Schiffe ab.
Krumpendorf: Ab 19 Uhr werden Kräutersträußchen verkauft. 19.30 Uhr: Andacht, Kräutersegnung. 20.30 Uhr: Das Marienschiff legt an. 20.45 Uhr: Offenes Singen mit Chören aus Krumpendorf und Agape.
Pörtschach: 19.30 Uhr: Promenadenkonzert der Blasmusik St. Marein / Steiermark im Musikpavillon. 21 Uhr: Marienlieder vor dem Parkhotel. 21.15 Uhr: Das Schiff legt an. Uraufführung des Marienliedes von Hannes Benedikt.
Velden: 20 Uhr: Strandkonzert des Musikvereines Velden. 22.10 Uhr: Das Schiff legt an.
Maria Wörth: 23.10 Uhr: Das Marienschiff legt an. 23.20 Uhr: Feuerwerk. 23.30 Uhr Rückfahrt in die Ostbucht. Ankunft: 24 Uhr.
Karten (27 Euro, Senioren 25, Jugendliche bis 17 Jahren 23, Kinder bis 13 Jahren 13 Euro) im Büro der Dompfarre in der Lidmanskygasse 14 oder online unter www.wsg.co.at/webshop
Infos auch unter www.kath-kirche-kaernten.at/msp
Zunächst wurden Unter-Deck-Plätze verkauft, ist die Wettervorhersage gut, werden auch die oberen Plätze angeboten.
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