Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen: Wiens Bäder lassen nichts unversucht, um stetig grüner zu werden. Wie das im Detail gelingt.
Die andauernde Hitzewelle lässt sich nur schwer aushalten. Die notwendige Abkühlung bekommt man in Wiens Freibädern, die dieser Tage gut besucht sind. Vergangene Woche wurde erstmals die Marke von einer Million Besuchern geknackt. An die Zahlen vom Vorjahr kommt man aber trotzdem nicht ganz heran. Für Bädersprecher Martin Kotinsky liegt das neben einer erhöhten Gewittergefahr und Schlechtwettertagen zu Beginn der Saison vor allem an den Baustellen. Aber diese erfüllen einen wichtigen Zweck: Sie machen die Bäder grüner.
Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen
In sogenannten Energie-Einspar-Contracting-Projekten werden mit Fachfirmen Energie- bzw. Wassersparmaßnahmen erarbeitet. Und diese sind schon weit fortgeschritten. Ein Beispiel ist das Kongressbad. Für die Beckenerwärmung sorgen drei Luft-Wasser-Wärmepumpen, der Großteil des dafür erforderlichen Stroms kommt aus einer neuen Photovoltaikanlage. Insgesamt können pro Jahr 98 Prozent Fernwärme und 61 Prozent des Wasserverbrauchs eingespart werden.
17.000 Quadratmeter Solarflächen in Wiens Bädern erzeugen insgesamt rund 8.000 Mw/H Energie pro Jahr. Das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von rund 900 Haushalten bei Wärme.
Insgesamt verfügen die Wiener Freibäder über 17.000 Quadratmeter Solarflächen, die umgerechnet so viel Energie erzeugen, wie 900 Haushalte benötigen. Die meiste Wärmeerzeugung erfolgt im Schafbergbad. Aber nicht mehr lange, denn zurzeit wird die größte PV-Anlage mit knapp 300 Quadratmetern am Dach des Hallenbades Floridsdorf errichtet.
„Die Wiener Bäder beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Wasser- und Energieeinsparung. Besonders freut es mich, dass die Bäder Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation sind und damit einen wichtigen Beitrag für ein klimafreundliches Wien leisten“, sagt Vizebürgermeister und Bäderstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS).
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