Sa, 23. Juni 2018

Polizisten als Täter

24.12.2012 13:09

Afghanistan: Sechs Tote bei "Angriffen von innen"

Insgesamt sechs Menschen sind am Montag in Afghanistan sogenannten "Angriffen von innen" zum Opfer gefallen. In der Hauptstadt Kabul erschoss eine Polizeibeamtin einen ausländischen zivilen Berater der NATO-Truppen (siehe Video). Wenig später wurden aus dem Norden des Landes fünf tote Polizisten gemeldet. Die Männer seien von ihrem Vorgesetzten erschossen worden, teilte der Polizeichef der Provinz Jawsjan mit.

Der Angreifer war demnach der Chef eines Polizeipostens in der nördlichen Provinz. Bei den fünf Opfern handele es sich um Polizisten, die von US-Soldaten ausgebildet wurden, um nach dem Abzug der ausländischen Kampfeinheiten ab 2014 die innere Sicherheit zu gewährleisten. Der Täter sei nach dem Vorfall zu den aufständischen Taliban übergelaufen, hieß es.

Polizistin erschießt NATO-Berater
Nur kurz vor dem Angriff im Norden Afghanistans war ein weiterer "Angriff von innen" bekannt geworden. Eine afghanische Polizistin im Dienst habe im Hauptquartier der Polizei in Kabul (Bild) auf einen zivilen Mitarbeiter der NATO geschossen, sagten Mitarbeiter der Sicherheitskräfte. Die Staatsangehörigkeit des Mannes, der wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag, wurde bislang nicht öffentlich gemacht. Die NATO-Truppe ISAF bestätigte den Vorfall. Die mutmaßliche Täterin wurde demnach festgenommen.

Knapp 60 NATO-Soldaten bei "Angriffen von innen" getötet
Die Afghanistan-Truppe ISAF kämpft seit langer Zeit mit Problemen mit den "Angriffen von innen", bei denen Mitarbeiter der afghanischen Sicherheitskräfte ISAF-Mitarbeiter attackieren. Bei derartigen Vorfällen wurden im Verlaufe des Jahres bereits fast 60 NATO-Soldaten getötet.

Die "Angriffe von innen" gehen zum Teil darauf zurück, dass die fundamentalistischen Taliban die afghanischen Sicherheitskräfte unterwandern. Der Angriff im Kabuler Polizeihauptquartier war aber der erste derartige Vorfall, bei dem eine Frau die Täterin war.

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