Pascal Cheng gilt als eines der größten Badminton-Talente Österreichs. Der 17-jährige Wiener hält sich aktuell in China auf, dem Land seiner Vorfahren. Während er in den Kaderschmieden des Landes trainiert und zum ersten Mal seit Corona seine Oma besuchen kann, erfuhr er durch das Internet vom tragischen Tod eines Freundes auf dem Badminton-Court.
Die letzten Tage waren eine Achterbahn der Gefühle für Pascal Cheng. Österreichs Badminton-Hoffnung ist seit wenigen Tagen im Land seiner Vorfahren, besucht in China zum ersten Mal seit Corona seine Großmutter. „Ich freue mich wirklich sehr darauf, wir haben uns so lange nicht gesehen“, war der 17-Jährige vor der Abreise bereits voller Vorfreude.
Hingegen stockte ihm der Atem, als er – noch von Wien aus – in chinesischen Medien vom Tod von Zhang Zhi Jie erfuhr. Der ebenfalls 17 Jahre alte Chinese, der als großes Talent galt, verstarb vor wenigen Tagen während eines Turniers in Indonesien. „Wir kannten uns gut, haben uns unter anderem bei der WM und beim Dutch Open getroffen. Schrecklich“, war Pascal von den Szenen geschockt, in denen man auf viralen Videos sehen konnte, wie der junge Athlet während eines Spiels auf dem Platz zusammenbricht und erst nach einer gefühlten Ewigkeit von mehr als einer halben Minute medizinisch versorgt wird.
Auch das wird Gesprächsthema sein, wenn Cheng in den kommenden vier Wochen – neben den Verwandtschaftsbesuchen – auch trainieren wird. Und zwar mit Coaches aus den chinesischen Kaderschmieden, die schon zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht haben.
„Es geht vor allem um das Körperliche“, weiß Manuel Rösler, der Pascal bei seinem Heimatverein WAT Simmering betreut. „Pascal ist gut am Schläger, aber es fehlt im noch etwas an der Physis, um sich auch in kräftezehrenden Drei-Satz-Partien durchzusetzen. Ich habe ihm gesagt, er soll als körperliches Monster zurückkommen“, scherzt Rösler. Physisch, aber auch mental wird Pascal gestärkt aus China zurückkommen.
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