Bildungs-Kooperation

„Leistbare, hochwertige Bildung für ganz Kärnten“

Kärnten
10.07.2024 17:01

Statt ihr eigenes Süppchen zu kochen, wollen die großen Bildungseinrichtungen des Landes für Erwachsene zukünftig enger zusammenarbeiten. Ziel ist mehr Bildung für alle Kärntner.

„Nur ein Prozent der Kärntner über 50 bilden sich weiter. Für die zukünftige Entwicklung Kärntens wäre das eine Katastrophe, wenn das so weiter geht“, malt WIFI-Chef Andreas Görgei ein düsteres Bild. „Wir haben da eine Verantwortung für das ganze Land.“ Deswegen haben sich vier große Bildungseinrichtungen zusammengetan: die FH Kärnten, die Volkshochschulen, das bfi und das WIFI. Mit der Uni Klagenfurt laufen Gespräche.

Bildungshubs in ganz Kärnten
Von diesem Bildungsnetzwerk soll ganz Kärnten profitieren, als Vorbild dient der Bildungshub in Spittal, der dort 2021 von der FH Kärnten mit Fokus auf Holz gegründet wurde. „Dieses Modell wollen wir eben kärntenweit einführen“, erklärt Landeshauptmann Peter Kaiser. „Bildung ist ein Recht und sichert den sozialen Frieden.“ Die Vorsitzende des neuen Vereins, Beate Gfrerer, sieht diesen als „Schnittstelle zum Land“.

Unterstützung für die Initiative kommt auch von der Wirtschaft: Infineon-Chefin Sabine Herlitschka ist Ehren-Präsidentin. „Es geht hier um Bildung, die sich nach dem Bedarf der Menschen richtet. Da herrscht noch viel Handlungsbedarf“, betont sie. Das Angebot soll ganz Kärnten vorwärtsbringen. „Das Ziel ist leistbare, hochwertige Bildung, unabhängig vom Wohnort“, erklärt bfi-Chef Gerald Pototschnig und FH-Rektor Peter Granig stellt klar: „Kein Land kann auf auch nur ein Talent verzichten.“

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