Viele Opfer in Texas

Hurrikan „Beryl“ schwächer, aber weiter tödlich

Ausland
09.07.2024 12:38

Der Wirbelsturm „Beryl“ hat zwar an Stärke verloren, dennoch sorgte er im US-Staat Texas, wo er am Montag gewütet hatte, für zahlreiche Schäden, und Stromausfälle. Außerdem riss der Hurrikan der Kategorie 1 im Süden der USA mehrere Menschen in den Tod.

In Texas seien mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, etwa durch umstürzende Bäume, berichteten die Zeitung „Houston Chronicle“ und der Sender CNN unter Berufung auf Behördenangaben. Unter den Toten sei auch ein Polizist in der Metropole Houston, der auf dem Weg zur Arbeit in seinem Auto ertrunken sei, teilte Bürgermeister John Whitmire auf einer Pressekonferenz mit. Im benachbarten Bundesstaat Louisiana kam mindestens ein Mensch ums Leben.

Millionen Haushalte ohne Strom
Mehr als 2,3 Millionen Haushalte hatten in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) weiterhin keinen Strom, wie aus Daten der Seite poweroutage.us hervorging. Am Montag war nach Angaben des Vizegouverneurs von Texas, Dan Patrick, in knapp drei Millionen Haushalten der Strom ausgefallen. Es werde wohl mehrere Tage dauern, bis die Versorgung wiederhergestellt sei, hatte die Betreiberfirma mitgeteilt. Auf Bildern aus den betroffenen Gebieten waren überflutete Straßenzüge, umgestürzte Bäume und Strommasten zu sehen.

(Bild: APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/Brandon Bell)
Auf den Sturm folgen die Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten. (Bild: APA/AP)
Auf den Sturm folgen die Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten.

Der Wirbelsturm habe sich inzwischen abgeschwächt, sorge aber als tropisches Tiefdruckgebiet im Osten von Texas und in den angrenzenden Bundesstaaten Louisiana und Arkansas weiterhin für Starkregen, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Zudem seien Tornados möglich. In den kommenden Tagen soll „Beryl“ den Meteorologen zufolge weiter in Richtung Nordosten ziehen und dabei an Stärke verlieren.

Tote und große Zerstörung auch in der Karibik
„Beryl“ hält die Menschen in der Region schon seit mehr als einer Woche in Atem. Er war der erste Hurrikan der diesjährigen Hurrikan-Saison, die im Atlantik am 1. Juni beginnt und am 30. November endet. Im Südosten der Karibik erreichte „Beryl“ zeitweilig die höchste Hurrikan-Stärke (Kategorie 5), also anhaltend mehr als 251 Kilometer pro Stunde.

Er rauschte über mehrere Inseln der Kleinen Antillen hinweg, traf an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán aufs Festland, um dann durch den Golf von Mexiko weiterzuziehen. In der Karibikregion kamen mindestens elf Menschen ums Leben. Auf einigen Eilanden der Inselstaaten Grenada sowie St. Vincent und den Grenadinen wurden den Regierungen zufolge mehr als 90 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört. Auch Jamaika erlebte mancherorts große Schäden und weitreichende Stromausfälle.

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