Ein Vorkaufsrecht für Wohnbaudarlehen für Niederösterreicher fordert SPÖ-Landesrat Sven Hergovich. Diese sollen veräußert werden, um den Schuldenstand des Landes zu verringern. Nun wird in den Amtsstuben gerechnet ...
Minus 350 Millionen Euro im kommenden Jahr, dann ein Minus von 256 Millionen Euro. Das (unerfreuliche) Doppelbudget für die Jahre 2025 und 2026 wurde am Donnerstag mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ im Landtag beschlossen. Doch noch immer wird politisch scharf geschossen. Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko will, um das Defizit zu dämpfen, Wohnbaudarlehen an Banken verkaufen. Die Geldinstitute kassieren dabei Abschläge – in Summe könnten so laut SPÖ bis zu 260 Millionen Euro an Banken gehen.
SPÖ-Landesrat Sven Hergovich hat einen neuen Vorschlag: „Johanna Mikl-Leitner und Udo Landbauer sollen die Wohnbaudarlehen zumindest den Niederösterreichern zuerst anbieten. Den eigenen Kredit um 62,8 % des Wertes zurückkaufen, das würden sicher auch viele Niederösterreicher gerne tun. Deshalb Niederösterreicher zuerst!“
„Dem Budget ist gleich, wer die Darlehen kauft“
Der SPÖ-Politiker will ein Vorkaufsrecht für jeden Häuslbauer, um den eigenen Kredit zurückkaufen zu können. „Für das Budget bleibt das Aufkommen gleich, aber die Landsleute profitieren“, rechnet er vor und nennt ein Beispiel: „Eine Familie mit einem Kind aus der Region Melk könnte bei einem Landesdarlehen in Höhe von 36.608 Euro mit Rückzahlung bis 2041 insgesamt 13.619 Euro sparen.“ Bei ÖVP und FPÖ glühen ab jetzt wohl die Rechner
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.