Mi, 23. Jänner 2019

Tränen beim Abschied

10.12.2012 14:51

Neuer Kommandant für Österreichs Streitkräfte

Bei kaltem, aber sonnigem Wetter hat am Montag beim Bundesheer ein Wechsel auf höchster Ebene stattgefunden. Generalleutnant Günter Höfler (re. im Bild) übergab in Graz das Kommando über die Streitkräfte an Franz Reißner (li. im Bild). Bei dem Festakt waren Vertreter der gesamten Streitkräfte anwesend - mit Panzern, Hubschraubern und sogar mit Haflingern. Eröffnet wurden die Feierlichkeiten mit einem Überflug von vier Eurofightern.

In den Ansprachen blieb die aktuelle Diskussion über der Wehrpflicht nicht unerwähnt. Höfler, der sich nach über sechs Jahren mit Tränen in den Augen als Streitkräftekommandant abmeldete, mahnte die Politik, in Sicherheitsfragen einen "nationalen Konsens" zu suchen. Wie auch immer die Volksbefragung ausgehe, die Politik sei gefragt, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, so Höfler. Der scheidende Kommandant hatte sich am Wochenende noch einmal für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen.

Sein Nachfolger Reißner, der nun für fünf Jahre als Streitkräftekommandant bestellt ist, legte sich in der Wehrpflichtfrage dagegen nicht fest. Das Bundesheer werde mit jenem System arbeiten, das ihm der Gesetzgeber vorgebe. Aufgabe des Bundesheeres bis zu Volksbefragung sei es, die Bevölkerung sachlich und emotionslos über "Vor- und Nachteile" zu informieren.

Reißner, der sich selbst als "genetisch 50 prozentiger Steirer" definierte und mit der jetzigen Position seinen Traumjob gefunden hat, begrüßte aber die Diskussion über die Sicherheitspolitik. Diese werde "sehr engagiert" geführt.

Wehrplicht-Match zwischen Darabos und Entacher
Ein kleines Wehrpflicht-Match lieferten sich wieder einmal Minister Norbert Darabos und Generalstabschef Edmund Entacher, die aber dabei beide von Mikrophon-Ausfällen gestört wurden. Während Entacher seine Rede mit der Aufforderung an die Bevölkerung schloss, an der Volkabstimmung teilzunehmen und "den Weg des Erfolgs und der Vernunft" zu gehen, warb Minister Darabos einmal mehr für eine "Modernisierung und Professionalisierung" des Bundesheeres.

Entacher lobte dann auch noch Höfler für dessen "Einsatz fast bis zur Selbstaufgabe und Menschlichkeit". An der Feier nahmen u.a. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sowie der steirische Landeshauptmann Franz Voves teil.

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