Terror-Prozess

Diese Ziele hatte der IS-Schläfer (21) im Visier

Salzburg
17.11.2025 06:00

Christkindlmarkt, Hauptbahnhof und die Festung: Hier wollte der Angeklagte im Namen des sogenannten „Islamischen Staates“ töten. Am Mittwoch wird dem seit Dezember in U-Haft sitzenden Afghanen (21) in Salzburg der Prozess gemacht: Es droht lange Haft.

Die Festung Hohensalzburg, das Wahrzeichen und Symbol der Mozartstadt. Der Christkindlmarkt, meist-besuchter Ort des Landes in der Adventzeit und weltberühmt wie die Festspiele. Und der Hauptbahnhof, größter Öffi-Verkehrsknotenpunkt Salzburgs. Diese Ziele hat ein Afghane (21) laut den Ermittlern als mögliche Orte für Anschläge auserkoren und bereits an konkreten Plänen gearbeitet.

Unser Wahrzeichen: Die Festung Hohensalzburg war eines der Ziele.
Unser Wahrzeichen: Die Festung Hohensalzburg war eines der Ziele.(Bild: Andreas Tröster)

Das wirft ihm die Salzburger Staatsanwaltschaft in der Anklage vor. Am Mittwoch muss sich der seit Februar 2023 in Österreich aufhältige und bislang unbescholtene 21-Jährige im Landesgericht einer Reihe von Terror-Vorwürfen stellen: Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung nach §278b, terroristische Straftaten nach §278c, kriminelle Organisation nach §278a und Anleitung zur Begehung einer terroristischen Straftat nach §278f des Strafgesetzbuches. Für die Ermittler steht fest, dass der 21-Jährige als Schläfer für den „Islamischen Staat“ aktiv war und bereitstand – ob mit Messer, Schusswaffen oder als Selbstmordattentäter – Anschläge zu verüben.

Anschlagsziel zu Weihnachten 2024: der Salzburger Christkindlmarkt. 1,4 Millionen Besucher ...
Anschlagsziel zu Weihnachten 2024: der Salzburger Christkindlmarkt. 1,4 Millionen Besucher kommen jedes Jahr in der Adventzeit in die Altstadt.(Bild: Markus Tschepp)
Hauptbahnhof Salzburg
Hauptbahnhof Salzburg(Bild: Markus Tschepp)

Den Zeitpunkt hatte der 21-Jährige laut Anklage auch schon ins Auge gefasst: das Weihnachtsfest 2024. Aus dem Netz holte er sich Infos zur Herstellung improvisierter Sprengsätze.

Zudem soll er im November 2024 eine in Belgien lebende Person aufgefordert haben, einen Selbstmordanschlag im Iran durchzuführen. Noch bevor die ganzen Pläne umgesetzt wurden, kam es zu Festnahmen. Der 21-Jährige, der auch im Internet Propaganda für die Islamisten verbreitete, sitzt seit Dezember in U-Haft. Bei einer Verurteilung drohen 10 bis 20 Jahre oder lebenslang. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt