Erste von vielen

Rotes Kreuz bekommt erste nachhaltige Dienststelle

Oberösterreich
25.06.2024 19:00

Schon jetzt machen sich Klimawandel und besonders Hitzewellen in den Einsatzstatistiken der Retter bemerkbar. Einen Beitrag zum Klimaschutz will das Rote Kreuz OÖ nun auch mit nachhaltigen Dienststellen leisten. In Grein wurde die erste ihrer Art errichtet, weitere sollen folgen. Auch die E-Mobilität steht im Fokus.

Ein begrüntes Dach mit PV-Anlage, Ladestationen an den Parkplätzen aus Rasengitterstein sowie Heizung und Kühlung mittels Geothermie auf dem letzten Stand der Technik: Was wie ein futuristisches Vorzeige-Haus klingt, ist in Grein bereits Wirklichkeit, und beheimatet die lokale Rotkreuz-Dienststelle. „Wir fühlen uns sehr wohl im neuen Gebäude“, bekräftigt Dienststellenleiter Martin Huber. Nur, dass aufgrund der Belüftungssysteme nicht gelüftet werden sollte, sei noch etwas gewöhnungsbedürftig.

High Tech-Ausstattung
Mehrere Tiefbohrungen und eine Sole-Wärmepumpe erlauben es, im Winter Wärme und im Sommer Kälte aus 122 Metern Tiefe in die Räumlichkeiten der Dienststelle zu bringen. Bäume rundherum werden für natürlichen Schatten sorgen, und ein Stromspeicher ermöglicht vollständige Energieautarkie, also Selbstversorgung.

RK-Energiegemeinschaft
Damit nicht genug: Um den PV-Strom auch weitestgehend selbst nutzen zu können, hat das Rote Kreuz eine Energiegemeinschaft gegründet, die Einreichung wartet aktuell auf die finale Bewilligung. „Damit leisten wir einen notwendigen Beitrag, um für eine generationentaugliche, lebenswerte Gesellschaft zu sorgen“, ist Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger überzeugt.

Weitere folgen
Weitere Dienststellen nach demselben Modell folgen: In Pregarten sind die Bauarbeiten abgeschlossen, in Engelhartszell laufen die Bauarbeiten und in Riedau ist bereits der Spatenstich erfolgt. 

Noch viel Potenzial
Auch bei der Elektromobilität denken die Retter voraus: „Wir haben uns schon viele Lösungsmodelle angeschaut, am Mittwoch beginnen wir Gespräche mit einem Elektrowagenbauer“, erklärt RK-Landesgeschäftsleiter-Stellvertreter Thomas Märzinger. Von den rund 700 Fahrzeugen im ganzen Bundesland sind bislang erst 20 strombetrieben, weitere, besonders Kleinfahrzeuge im Pflegebereich sollen bald folgen. „Bei den Rettungs- und Spezialfahrzeugen ist es nach wie vor schwierig: Ein Problem ist das große Gewicht, das durch die Akkus noch verschärft wird, und die vielen Stromverbraucher an Bord. Außerdem fehlt einfach noch die Ladestruktur“, erklärt Märzinger. 

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