Nicht wettbewerbsfähig

Agenda Austria sorgt sich wegen steigender Löhne

Wirtschaft
24.06.2024 13:55

Die wirtschaftsliberale Denkfabrik Agenda Austria macht sich Sorgen, dass die Löhne in Österreich zu stark steigen. Dadurch würden heimische Unternehmen Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Die kollektivvertraglichen Erhöhungen würden heuer bereits rund 8,5 Prozent betragen.

Im Euroraum seien es durchschnittlich nur 4,6 Prozent. Begründet wird der Unterschied mit der Teuerung, da sich die höheren Löhne an der durchschnittlichen Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate orientieren. Das werde in keinem anderen europäischen Land so konsequent gehandhabt, heißt es seitens Agenda Austria. Gleichzeitig ist Österreichs Inflation derzeit aber höher als der Wert im Euroraum. Im Mai lagen die Werte bei 3,4 (Österreich) und 2,6 Prozent (Euroraum).

„Stagnierende Produktivität“
Seit dem Vorjahr seien die Tariflöhne hierzulande fast doppelt so schnell gestiegen wie im Euroraum, teilt das wirtschaftsliberale Institut mit. Dabei bezieht sich das Team auf Zahlen der Österreichischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank.

Von „schwerwiegenden Auswirkungen“ ist die Rede, da Österreich durch stark steigende Lohnstückkosten bei stagnierender Produktivität Wettbewerbsfähigkeit verliere. „Österreich muss sich schön langsam überlegen, ob die Art der Lohnfindung nicht an jene der Konkurrenzländer angepasst werden muss. Der heimische Wirtschaftsstandort hat sich immer über Qualität definiert, höhere Löhne als die unmittelbare Konkurrenz werden wir uns auf Dauer aber nicht leisten können“, sagt Agenda-Austria-Chef Franz Schellhorn.

Im internationalen Ranking der Lausanner Wirtschaftshochschule IMD ist Österreich zuletzt auf dem 26. Platz gelandet, unter 67 bewerteten Staaten.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.



Kostenlose Spiele