Die Facebook-Seite des Weihnachtshauses in Bad Tatzmannsdorf (Burgenland), das ausschließlich für den guten Zweck steht, wird derzeit für sexuelle Zwecke missbraucht.
Seit 2010 macht Sabine Gollnhuber ihr Anwesen in Bad Tatzmannsdorf im Dezember zum „Weihnachtshaus“: Mehr als 900.000 Lämpchen blinken und verzaubern die Besucher, die eine freie Spende zugunsten wohltätiger Zwecke hinterlassen. Der 57-Jährigen bleibt nur eine Stromrechnung, die 2000 Euro übersteigt.
Doppeltes Pech für Burgenländerin
Zuletzt hatte die Burgenländerin doppeltes Pech. Das Hochwasser setzte den Keller unter Wasser, in dem die festlichen Utensilien gelagert sind. „Wir werden erst im Herbst wissen, was alles kaputtgegangen ist.“ Und: Der Facebook-Account des Weihnachtshauses wurde gehackt. Unbekannte verschafften sich im Mai Zugang und nutzen seither die weihnachtliche Plattform für Werbung sexuellen Inhalts. „Wir haben 10.000 Follower“, sagt Gollnhuber. „Ich sitze jede Nacht da und schreibe ihnen, dass wir damit nichts zu tun haben. Und ich lösche neue User raus, die ich später nicht auf meiner Seite haben will.“
Freilich habe sie versucht, sich gegen die Cyber-Attacke zu wehren: „Ich habe mit Richtern gesprochen. Keiner kann mir helfen.“ Auch Anfragen bei Facebook gingen ins Leere. Da hieß es nur: „Wir haben diese Seite geprüft und festgestellt, dass sie nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.