Im Beachvolleyball ist Österreich bei Olympischen Spielen Stammgast. Beim Indoor-Volleyball hingegen gibt es heuer in Paris eine Premiere. Mit Gianni Cretu ist erstmals in der Geschichte ein Akteur mit rot-weiß-rotem Pass unter den Ringen mit dabei. Als Trainer der slowenischen Herren.
„Olympia ist für jeden Sportler und jeden Trainer etwas ganz Besonderes“, nickt der 55-Jährige. Der vor zwei Jahren als Headcoach des polnischen Klubs Kedzierzyn das Triple aus Meisterschaft, Cup und Champions League gewann. Nun erreichte er mit der Qualifikation für Olympia einen weiteren Meilenstein. „Es sind nur zwölf Nationen beim olympischen Turnier dabei. Das ist wirklich einzigartig. Gerad mit so einem kleinen europäischen Land wie Slowenien.“
Geboren in Rumänien kam Gheorghe, wie Gianni eigentlich heißt, Anfang der 1990er-Jahre nach Österreich, spielte für Sokol und die hotVolleys in Wien Volleyball. „Hier hat mir Peter Kleinmann dann auch die Chance gegeben, als Coach im Profibereich zu arbeiten“, besuchte Österreichs „Mister Volleyball“ seinen Freund Gianni samt Familie auch beim Nations League Turnier in Laibach letzte Woche. Wo die Slowenen frühzeitig mit einem Sieg gegen Argentinien das Olympia-Ticket lösten. Mit nur knapp mehr als zwei Millionen Einwohnern ist Slowenien das mit Abstand kleinste Land beim olympischen Volleyball-Turnier
Ob Cretu, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert den österreichischen Pass besitzt, mit Frau und Tochter in Wien lebt, nun als Rumäne, Slowene oder Österreicher nach Paris fährt? „Alle drei Nationen haben einen sehr großen Platz in meinem Herzen! Der Sport“, sagt Gianni, „kennt keine Grenzen!“
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