Der Regisseur und Burgtheaterdirektor Gerhard Klingenberg ist im Alter von 95 Jahren verstorben.
Gerhard Klingenberg, geboren als Gerhard Schwabenitzky in Wien, absolvierte seine Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. 1947 stand er erstmals als Gast auf der Bühne des Wiener Burgtheaters. Sein Regiedebüt gab er 1948 am Stadttheater Klagenfurt.
Klingenbergs Engagements führten ihn nach St. Pölten und Innsbruck, bevor er als Regisseur am Deutschen Theater in Ost-Berlin, am Schauspielhaus Hamburg sowie in Düsseldorf und Köln bekannt wurde. Von 1968 bis 1985 war er am Wiener Burgtheater tätig, wo er von 1971 bis 1976 auch als Direktor fungierte. Nach seiner Zeit in Wien leitete er von 1977 bis 1982 das Zürcher Schauspielhaus.
1998 veröffentlichte er seine Memoiren „Kein Blatt vor dem Mund“ und 2003 „Das gefesselte Burgtheater. 1776 bis in unsere Tage“. Klingenberg führte bei 23 Fernsehspielen und zwei Spielfilmen Regie, arbeitete als Drehbuchautor, Schauspieler und Shakespeare-Übersetzer und lehrte als externer Lektor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien.
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