Unwetter-Nachwehen

Nach Plünderungen kehrt jetzt wieder Ruhe ein

Burgenland
14.06.2024 06:00

Das Betretungs- und Platzverbot in Unterschützen im Burgenland zeigt Wirkung: Die Zufahrten in den Ort werden von Sicherheitskräften kontrolliert, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung kehrt langsam wieder zurück.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung war riesengroß, als Plünderer das vom Hochwasser besonders betroffene Unterschützen für sich entdeckten: Die „Mülltouristen“ haben in Sperrmüllhaufen gegraben, sind sogar in Häuser und Gärten eingedrungen. Mit einem Betretungs- und Platzverbot hat die Bezirkshauptmannschaft Oberwart die Zufahrt in den Ortsteil der Gemeinde Oberschützen, wie berichtet, schlussendlich untersagt.

Betretungs- und Platzverbot längstens für drei Monate
Bis auf Weiteres, aber längstes drei Monate dürfen nun nur Anrainer, Einsatzkräfte von Polizei, Rettung, Feuerwehr und des Bundesheeres sowie Personen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Behörde die Ortseinfahrten passieren. „Eine ungewöhnliche Maßnahme in außergewöhnlichen Zeiten, die aber Wirkung zeigt“, bestätigt Bürgermeister Hans Unger. Polizei, Bundesheer und Lotsen würden das Eingangssystem verstärkt kontrollieren, erzählt der Ortschef.

Auch sechs Tage nach dem Unwetter, ist man noch dabei, Häuser und Straßen vom Schlamm zu befreien. (Bild: Schulter Christian)
Auch sechs Tage nach dem Unwetter, ist man noch dabei, Häuser und Straßen vom Schlamm zu befreien.

Derweil gehen auch die Aufräumarbeiten weiter. Keller werden ausgepumpt und von Schlamm befreit, beschädigtes Inventar, welches nicht mehr zu gebrauchen ist, wird ausgeräumt. „Die Stimmung in der Bevölkerung ist gut. Es ist schön zu sehen, dass alle zusammenhalten und die Hoffnung nach der Katastrophe wieder Einzug hält“, so Unger.

Überwältigende Solidarität nach Hochwasser
Mit dem Betretungs- und Platzverbot sei auch das Sicherheitsgefühl in Unterschützen wieder gestiegen. Es ist überwältigend zu sehen, wie die Einsatzorganisationen, Mitarbeiter der Baudirektion, aber auch die Menschen aus der Bevölkerung und Freiwillige vom Team Österreich zusammenarbeiten, um den Betroffenen zu helfen. Ob groß oder klein, jeder packt bei den Arbeiten mit an, waren sich auch die Vertreter des Bezirksfeuerwehrkommandos Oberwart, der Delegation des Bundesheeres sowie der Bezirkshauptmann bei einem Lokalaugenschein einig.

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