Zwei Wochen nach dem verheerenden Brand im Rohrbacher Stadtzentrum gibt es überraschende Wendung. Ein kurdischer Gastronom vermietet sein Lokal an durch das Feuer heimatlos gewordene Vietnamesen. Für den hilfsbereiten Wirt „keine große Sache, man muss doch zusammenhalten“.
Um 2 Uhr früh heulten am 28. Mai in Rohrbach die Sirenen: Ein Gebäude am Stadtplatz war in Flammen aufgegangen, es wurde Alarmstufe drei ausgelöst. Insgesamt 13 Feuerwehren aus der Umgebung kämpften bis in die Morgenstunden gegen die Flammen, für eine Person gab es keine Rettung mehr. Ein 53-Jähriger starb, als er sich mit einem Sprung aus dem Fenster retten wollte.
Durch den tragischen Brand in bester Lage wurden die vietnamesischen Betreiber des Restaurants „Madame Kim“ praktisch heimatlos. Zwei Wochen später kam es nun zu einer überraschenden und erfreulichen Wende. „Wir möchten Ihnen mitteilen, dass unser zweiter Standort am Stadtplatz 14 vorübergehend an das ,Madame Kim Restaurant‘ verpachtet wurde. ,Madame Kim‘ wird das Restaurant für ein Jahr betreiben, während ihr altes Restaurant wieder aufgebaut wird“, postete Pizzeria-Chef Cino Secilmis, Kurde türkischer Abstammung, der in Bad Leonfelden und im Hallenbad Rohrbach Lokale betreibt.
Viel Lob für großzügige Aktion
„Ich habe meinem Kollegen gleich am selben Tag, wie der Brand ausgebrochen ist, unser Lokal angeboten. Ich finde das keine große Sache, man muss doch zusammenhalten“, sagt Secilmis.
Auf Facebook sahen das viele Nutzer anders, lobten Secilmis sehr für seine großzügige Aktion. Das durch den Brand massiv in Mitleidenschaft gezogene Gebäude soll übrigens abgerissen und wieder aufgebaut werden, erklärt Besitzerin Karla Kern auf „Krone“-Nachfrage.
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