Ist genug Wasser da?

Diskussionen um Bau von Elektrolyseur in Zurndorf

Burgenland
07.06.2024 20:15

Ein Wasserstoffkraftwerk ist in Zurndorf geplant. Die ÖVP hat Bedenken. 

Geht es nach der Burgenland Energie, werden ab 2026 in Zurndorf 9000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr produziert. Ab 2031 werden es jährlich 40.000 Tonnen sein. Dafür soll in der Nähe des Friedrichshofes ein Wasserstoffkraftwerk errichtet werden.

Laut VP-Klubobmann Markus Ulram, Landtagsabgeordneter Gerald Handig und Werner Falb-Meixner. wird das Werk täglich 2,2 Millionen Liter Wasser brauchen. Das Gebiet rund um Zurndorf ist aber, glaubt man Falb-Meixner, sehr trocken. Es gäbe hier keine Brunnen, die Landwirte würden nicht bewässern. „Weil es einfach nicht geht“, beharrt Falb-Meixner.

Golfplatz war geplant, wurde wegen Wassermangels abgewiesen
Er bringt auch das Beispiel eines Golfplatzes, der in der Nähe vor Jahren geplant und wegen zu wenig Wassers von der Behörde abgewiesen worden war. Ulram: „In einem Trockengebiet wie hier, wäre es unverantwortlich solch ein Projekt voranzutreiben. Wir fordern Landeshauptmann Hans Peter Doskozil deshalb auf, das noch einmal zu überdenken.“ Auch die Bezirkshauptmannschaft habe eine kritische Stellungnahme verfasst. „Es stellt sich die Frage, ob überhaupt eine derart große Wasserressource in Zurndorf zur Verfügung steht“, zitiert Ulram daraus. Eine weitere Frage: „Gibt es dann doch zu wenig Wasser, wer darf es schließlich verwenden? Die Bauern, um Lebensmittel zu produzieren? Oder das Wasserstoffwerk um Energie herzustellen? Beides ist wichtig.“

Burgenland Energie: Es gibt keine Auswirkungen aufs Grundwasser
Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie, betont hingegen, das Wasserstoff-Projekt sei so geplant, dass es keine Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel oder den See gäbe. „Mit dieser Blockade der ÖVP soll die Energieunabhängigkeit Burgenlands verhindert werden und die Burgenländer in der Geiselhaft der russischen Gaslieferungen gehalten werden.“ Laut Sharma würden die Zahlen der ÖVP nicht stimmen. „Wir brauchen hier so viel Wasser, wie es einem Feldbrunnen entspricht. In der Region gibt es rund 6000 offizielle Feldbrunnen. Wir sind der Meinung, dass uns die Gasunabhängigkeit von Russland einen von 6000 Feldbrunnen wert sein sollte“, so Sharma.

So soll das Wasserkraftwerk aussehen.  (Bild: Burgenland Energie)
So soll das Wasserkraftwerk aussehen. 

Auch SPÖ-Klubobmann Roland Fürst meldete sich zu Wort. Der Auftritt der ÖVP sei entlarvend: „Man setzt sich nicht für Energieunabhängigkeit ein, sondern will statt dessen Golfplätze bauen“, erklärt Fürst.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Burgenland Wetter
14° / 28°
heiter
13° / 28°
heiter
12° / 28°
heiter
14° / 28°
heiter
13° / 28°
heiter



Kostenlose Spiele