Nur Bewährungsstrafen

Familie entführte selbst ernannten Voodoo-Zauberer

Ausland
06.06.2024 13:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Was geschehen war: Eine syrische Familie hatte einem selbst ernannten Voodoo-Zauberer 15.000 Euro anvertraut. Dieser hatte ihnen versprochen, mithilfe einer geheimnisvollen Flüssigkeit und Beschwörungsformeln das Geld auf wundersame Weise zu vermehren. Als der Plan scheiterte und Geld sowie Magier weg waren, hatten die Familienmitglieder den Mann im Jänner 2023 in einem Plattenbau ausfindig gemacht und entführt.

Zwei Tage später kehrten sie nach Leipzig zurück, um die Wohnung des Mannes erneut zu durchsuchen. Dabei wurden sie von der Polizei festgenommen und der angebliche Zauberer befreit. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Gefährliche Körperverletzung und versuchte Nötigung
Eineinhalb Jahre nach der Entführung wurde nun das Urteil in der Causa gesprochen: Vier Männer erhielten Freiheitsstrafen wegen Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung von zwei Jahren, ein weiterer Angeklagter wegen Beihilfe zu sechs Monaten. Alle Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Das Geschehen habe sich „trotz der Dramatik milder dargestellt als zunächst angeklagt“, begründete der Vorsitzende Richter am Landgericht Leipzig, Bernd Gicklhorn, die Entscheidung.

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