Die Besetzung der ÖVP-Zentrale in Innsbruck am Mittwoch wird ein Nachspiel haben. Wie die Polizei mitteilt, werden die Aktivisten angezeigt. Die Räumung des Gebäudes dauerte bis weit in die Nacht.
Wirbel herrschte am Mittwoch in der Tiroler ÖVP-Zentrale in der Fallmerayerstraße in Innsbruck, wie die „Krone“ berichtete. Grund waren Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken. Sie wollten ein Gespräch mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig erzwingen und besetzten die Räumlichkeiten. Ihre Forderung: Ein Ende der Vollspaltböden in der Schweinehaltung.
Um 13.30 Uhr wurde begonnen, die Personen nacheinander nach Androhung wegen Identitätsmangel und Verharren in der strafbaren Handlung festzunehmen und zu durchsuchen.
Ein Sprecher der Polizei
15 Demonstranten in Parteizentrale
In einem Bericht der Polizei heißt es, dass 15 Demonstranten in die Zentrale gedrungen waren. Zunächst wurde auf eine Räumung verzichtet, da keine Gefahr für Leib und Leben bestanden habe. „Gegen 13.20 Uhr wurde die Versammlung behördlich aufgelöst und die rechtlichen Konsequenzen eingehend erklärt.“ Eine Person verließ die Versammlung daraufhin. „Um 13.30 Uhr wurde begonnen, die Personen nacheinander nach Androhung wegen Identitätsmangel und Verharren in der strafbaren Handlung festzunehmen und zu durchsuchen.“
Feuerwehr musste Aktivisten „befreien“
Mehrere Aktivisten mussten weggetragen werden, heißt es. „Dabei wurden sieben unbekannte Personen ins Polizeianhaltezentrum gebracht.“ Die Räumung sei ohne Widerstand abgelaufen. „Fünf Personen hatten massive Fahrradbügelschlösser um den Hals und waren damit miteinander verbunden.“ Da sie sich weigerten, den Schlüssel zur Öffnung herauszugeben, wurde die Feuerwehr gerufen. „Gegen 20 Uhr wurden die fünf Personen mit einer Bergeschere und einer Flex befreit.“
Demonstranten werden angezeigt
Zu Sachbeschädigungen in der Parteizentrale sei es nicht gekommen, betont die Exekutive. Zwei weitere unangemeldete Versammlungen vor der Zentrale seien ebenfalls ohne Zwischenfälle verlaufen und lösten sich von selbst auf. „Insgesamt wurden zwölf Personen in das Polizeianhaltezentrum gebracht, wobei um 24 Uhr noch zehn angehalten wurden“, so die Polizei abschließend.
Im Einsatz standen die Berufsfeuerwehr Innsbruck, ein Schlüsseldienst, die Rettung und 30 Polizisten. Die Aktivisten werden nun angezeigt.
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