Trainer verbot Spalier

„Respekt & Anstand“ fehlte am Ende auch bei Schmid

Kärnten
25.05.2024 21:45

Einen recht unrühmlichen Abgang legte Manfred Schmid zum Ende seiner WAC-Trainer-Ära hin – während er selbst „Anstand und Respekt“ gepredigt hatte. Und bei Austria Klagenfurt steht ein Mainzer am Notizzettel.

Einen unrühmlichen Abgang. Den hat Manfred Schmid beim WAC hingelegt. Zum einen sportlich: Zum zweiten Mal in Folge wurde das Saisonziel verpasst – nicht nur die Top 6, auch der Europacup. Eine echte Spielphilosophie war unter ihm nie zu erkennen. . .

Claudio Trevisan, Sportchef der „Kärntner Krone“, beleuchtet in dieser Kolumne das heimische Fußballgeschehen. (Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)
Claudio Trevisan, Sportchef der „Kärntner Krone“, beleuchtet in dieser Kolumne das heimische Fußballgeschehen.

Zum anderen war’s aber die menschliche Komponente – den Schein hatte der Wiener in der Öffentlichkeit immer versucht, zu wahren. Doch die Fassade bröckelt!

„Respekt und Anstand“ hatte Schmid auf die TV-Attacke von Austria-Wien-Manager Jürgen Werner gegen ihn eingefordert. Von Respekt und Anstand war Schmid im Lavanttal selbst jedoch weit weg. . .

Nicht anders ist es zu erklären, dass er WAC-Urgestein Alex Kofler im Fernsehen wenig respektvoll unterstellte, „weit weg vom Fußball zu sein“, ihm vor laufender Kamera (ohne erfindlichen Grund) nicht die Hand schüttelte. Um dann allen Ernstes dem Spalier (dem Symbol für Respekt schlechthin) zum Abschied der letzten Europacup-Helden der „Wölfe“, Mike Novak und Mario Leitgeb, fern zu bleiben. Und das absolut bewusst.

Alexander Kofler und Mike Novak. (Bild: F. Pessentheiner)
Alexander Kofler und Mike Novak.

Schmid verbot Spalier
Denn bei Mike Novaks Verabschiedung vor dem Tirol-Heimspiel hatte es Schmid sogar seinem ganzen Trainerteam verboten! Bei Mario Leitgebs Zeremonie gegen Austria Wien pfiffen Betreuer Hansi Jochum & Co. dann aber auf Schmids Ansagen – und zeigten stattdessen Anstand und Respekt.

„Es hat mich nicht überrascht, dass Schmid da nicht gestanden ist. Zwischen seinen Worten und Taten war immer eine große Diskrepanz“, seufzt Novak, der unter Schmid gar darum kämpfen musste, überhaupt bei den Profis mittrainieren zu dürfen. . .

Mainzer am Austria-Zettel
Bei Austria Klagenfurt wird indes am Kader gebastelt. Ein Name, der dabei auf der Agenda stehen soll: Ben Bobzien (21). Der Leihspieler der abgestiegenen Lustenauer ist ein rechter Flügel, kann auch als Stürmer oder Linksaußen eingesetzt werden. Violett hofft, dass Mainz den Vertrag des Deutschen verlängert – damit eine weitere Leihe möglich ist.

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