Im Alter von 81 Jahren ist Gebhard Halder am Pfingstmontag verstorben. Von 2004 bis 2009 war er Präsident des Landtags. Der Träger des Goldenen Ehrenzeichens hatte viele Ämter inne, galt als kritischer Geist, aber auch als Mann mit Handschlagqualität.
Schon in jungen Jahren war Gebhard Halder gefordert. Kindheit und Jugend waren geprägt vom Verlust des Vaters, der nicht aus dem Krieg zurückgekehrt war. Der 1942 geborene Bregenzer absolvierte die Landwirtschaftliche Fachschule Mehrerau und wurde zum gestandenen Bauern, der den elterlichen Hof auf der Fluh mit viel Geschick führte.
Seine politische Karriere startete er 1975 als Mitglied der Bregenzer Stadtvertretung. 1984 wurde er zum Abgeordneten des Vorarlberger Landtags gewählt, 1986 wurde er Landesobmann des Bauernbundes.
Kritischer Geist
Vehement setzte er sich in all den Jahren für seinen Stand ein und stand auch einem EU-Beitritt eher kritisch gegenüber, da er Nachteile für die Landwirte befürchtete. Beim damaligen Landeshauptmann Martin Purtscher machte sich der Fluher damit nicht sehr beliebt. Gleich zweimal hatte Halder, als es um den Posten des Agrarlandesrats ging, das Nachsehen.
Unter Landeshauptmann Herbert Sausgruber wurde Halder 2004 schließlich zum Landtagspräsidenten gewählt. Dieses Amt übte er bis zum Ende der Legislaturperiode 2009 aus und verabschiedete sich dann in den politischen Ruhestand.
Im Alter von 81 Jahren verstarb Gebhard Halder am Pfingstmontag. Groß ist die Trauer auf der Fluh. Dort zählte der begnadete Klarinettenspieler lange Zeit zum fixen Bestandteil des Musikvereins, dessen Geschicke er ebenfalls für einige Zeit leitete.
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