Überflutete Keller und vermurte Straßen hatte der Starkregen Dienstnachmittag im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich zufolge. Elf Feuerwehren mit 128 Mitgliedern standen im Einsatz. Auch im Bezirk Zwettl sowie in Krems forderte der Starkregen die Florianis.
Gegen 17.30 Uhr flossen die Wassermassen von den Äckern und Wiesen in die Ortschaften und überfluteten einige Keller – die ersten Notrufe aus Ulrichschlag (Gemeinde Waidhofen an der Thaya) und Lichtenberg (Gemeinde Windigsteig) erreichten die Feuerwehr.
Auch die Kellergasse in Dietmanns wurde rund 30 cm überflutet, der mitgerissene Schlamm verstopfte die Kanalisation, berichtete die Feuerwehr. 59 Mitglieder der Feuerwehren Dietmanns, Matzles, Waldreichs, Wienings und Waidhofen/Thaya schafften es jedoch rechtzeitig, die Kanalschächte wieder freizumachen, bevor die Wasser- und Schlammmassen in die Keller und Garagen der Wohnhäuser eindrangen.
Über den Sieghartser Bach flossen die Wassermengen aus Dietmanns weiter nach Groß Siegharts. Wasser drang in die Tiefgarage am Hautplatz ein und drohte, die abgestellten Fahrzeuge zu beschädigen. Mehrere Straßen standen vor Ort unter Wasser, so auch der Ausbildungsplatz des Hundesportvereins. Auch in einem Mehrparteienhaus und in einem Bekleidungsgeschäft drang Wasser ein, das abgepumpt werden musste.
Über 100 Florianis im Einsatz
Ebenso kämpften die Florianis der Bezirkshauptstadt gegen die Wassermassen. Bei einem Geschäft floss Wasser über das Dach in die Räumlichkeiten und löste im Verkaufsraum einen Brandmelder aus. Im Stadtgebiet von Waidhofen an der Thaya drückten die Wassermassen einige Kanaldeckel auf, die von den Einsatzkräften wieder befestigt werden mussten.
Insgesamt standen elf Feuerwehren mit 128 Mitgliedern in den Gemeinden Waidhofen an der Thaya, Windigsteig, Dietmanns und Groß Siegharts im Einsatz.
Wassermassen im Bezirk Zwettl
Gefordert waren auch die Florianis in Allentsteig im Bezirk Zwettl. Zwei Stützmauern brachen aufgrund der massiven Wassermassen ein. „Ein richtiger Fluss bildete sich bis in den Ortskern“, schilderte die FF Allentsteig. Mehrere Liegenschaften mussten mittels Sandsäcke gesichert werden.
Gegen 17.50 Uhr ertönte auch Alarm in Göpfritz an der Wild im Bezirk Zwettl. Die heftigen Regenfälle führten dazu, dass die Kanalisation überlastet war – einige Häuser standen unter Wasser. Binnen weniger Minuten nach der Alarmierung rückten die Florianis zu den angegebenen Einsatzadressen aus. Um 23 Uhr waren alle Pump-, Reinigungs- und Sicherungsarbeiten abgeschlossen.
Auch im Stadtgebiet von Krems an der Donau wurden aufgrund des starken Regens Vorkehrungen getroffen, Überflutungen gab es jedoch glücklicherweise keine. Flussabwärts wurden alle Zugänge zum Kremsfluss behördlich gesperrt, die Brücken regelmäßig auf angestautes Schwemmholz und Baustellenmaterial überprüft. Gegen 22 Uhr entspannte sich die Lage.
Unwetter in Steiermark
Nicht nur in Niederösterreich hielt das Unwetter die Einsatzkräfte auf Trab. In der Steiermark mussten über 1000 Kräfte am Dienstag zu insgesamt 261 Einsätzen ausrücken. Am heftigsten erwischte es den Großraum Pischelsdorf und Anger sowie Mürzzuschlag.
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