Leasing-Limousinen der höheren Preisklasse hat ein staatenloser Mann mit einem Kompagnon (35) aus Bulgarien einfach verscherbelt, die Raten wurden nicht berappt. Für den Drahtzieher, der seine dunklen Geschäfte von Wien und dem Burgenland aus geleitet hat, war jetzt in der Slowakei Endstation.
Die Liste der Vorwürfe gegen den umtriebigen Finanzjongleur ist lang. Seit dem Jahr 2022 sollen der Unternehmer (43) sowie ein Komplize unter dem Namen ihrer Firma und unter Vortäuschung falscher Tatsachen vor allem Autos mit Leasingverträgen angekauft haben, aber das Geld schuldig geblieben sein.
Schöne Autos im Visier
Rasch kam eine Schadenssumme von mehr als 3,2 Millionen Euro zusammen. Der kriminelle Geschäftsführer ging stets nach demselben simplen Prinzip vor: Die angekauften Limousinen der höheren Preisklasse hat der staatenlose Mann mit dem Kompagnon (35) aus Bulgarien einfach verscherbelt, die Raten wurden nie berappt.
Täter ohne Skrupel
Die Fäden zog der Hauptbeschuldigte von Wien und dem Burgenland aus. Ihm wird ebenso Kontoeröffnungs- und Tankbetrug vorgeworfen. „Der Verdächtige hatte offenbar keine Skrupel, denn er betrieb die dunklen Geschäfte mit seinem echten Namen und offiziellen Dokumenten“, so die federführenden Beamten inmitten der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd.
Fahndung erfolgreich
Gegen den Beschuldigten lag über die Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien bereits ein europäischer Haftbefehl vor. Nach dem Verdächtigen war Ende April ebenso mithilfe der Live-Sendung „Fahndung Österreich“ auf ServusTV gesucht worden.
Nach dem öffentlichen Aufruf konnte der 43-Jährige gefasst werden. Im Zuge einer Kontrolle durch die slowakische Polizei wurde er in Bratislava festgenommen. Das Auslieferungsverfahren nach Österreich ist laut Landeskriminalamt Wien im Gang.
Bislang 37 Fälle
Fünf veruntreute Autos stellte die Polizei im Ausland sicher, unter anderem in Rosenheim in Bayern und in Moskau, Russland. Der bisherigen Bilanz zufolge soll das Täterduo 37 Pkw abgezweigt und verkauft haben. „Wir gehen von weiteren Delikten aus. Immer wieder melden sich neue Opfer“, heißt es von den Ermittlern. Nach dem Komplizen wird noch gefahndet.
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