Wie die Polizei mitteilte, hatte der 65-jährige Großvater des kleinen Nikolaus gegen 17 Uhr auf dem Anwesen im Bezirk Weiz den mit Äpfeln beladenen Gabelstapler mit eingeschalteter Zündung auf einer Rampe abgestellt. In einem unbeobachteten Augenblick kletterte sein Enkel in das Fahrzeug, geriet dabei ans Gaspedal und kippte dann mit dem Arbeitsgerät seitlich über die rund einen halben Meter hohe Rampe.
Auch Verätzungen erlitten
Der Gabelstapler fiel auf das linke Bein des Buben und trennte dieses nahezu vollständig ab. Ausgetretene Batterieflüssigkeit fügte dem Kind zusätzlich schwere Verätzungen an dem Bein zu.
Der Großvater und die ebenfalls anwesenden Eltern des Buben leisteten Erste Hilfe: Sie befreiten das eingeklemmte Kind und reinigten es von der ätzenden Flüssigkeit. Nikolaus wurde dann mit dem Notarzthubschrauber in die Kinderchirurgie des Landeskrankenhauses Graz geflogen.
"Unterhalb des Knies amputiert"
"Sein linkes Bein musste unterhalb des Knies amputiert werden", sagte Simone Pichler, Sprecherin des Grazer LKH, am Donnerstag. Die Ärzte hatten vier Stunden lang versucht, das Bein des Kindes zu retten. Nikolaus liegt nun im künstlichen Tiefschlaf auf der Intensivstation. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, hieß es.
Da der Großvater den Zündschlüssel stecken gelassen habe, werde wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung ermittelt, erklärte die Landespolizeidirektion.
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