Größere Reichweite

USA lieferten heimlich ATACMS-Raketen an Kiew

Ausland
25.04.2024 11:40

Das vor Kurzem beschlossene Ukraine-Hilfspakets in Höhe von rund 61 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 57 Milliarden Euro) sieht unter anderem auch die Lieferung von ATACMS-Raketen mit größerer Reichweite vor. Doch nun ist bekannt geworden, dass sich dieser Waffentyp bereits längst im Kriegsland befindet. Bis Mittwoch wurde das geheim gehalten.

Doch nun hat ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigt: „Ich kann bestätigen, dass die Vereinigten Staaten der Ukraine auf direkte Anweisung des Präsidenten ATACMS mit großer Reichweite geliefert haben.“ Die Raketen seien Teil eines Hilfspakets vom März gewesen und „diesen Monat“ in der Ukraine angekommen.

Geheimhaltung „auf Wunsch der Ukraine“
Die Lieferung sei zunächst nicht bekannt gegeben worden, „um die operative Sicherheit der Ukraine auf deren Wunsch hin aufrechtzuerhalten“, erläuterte der Sprecher. Die Raketen sind demnach nicht Teil des am Dienstag vom US-Kongress verabschiedeten Hilfspakets für die Ukraine.

Abschuss einer Rakete des sogenannten Army Tactical Missile System (ATACMS) in Südkorea (Bild: AFP)
Abschuss einer Rakete des sogenannten Army Tactical Missile System (ATACMS) in Südkorea

Die USA hatten der Ukraine erstmals im vergangenen Jahr ATACMS-Raketen geliefert – aber nur mit einer Reichweite von 165 Kilometern. Die Variante mit der längsten Reichweite kann Ziele in bis zu 300 Kilometern Entfernung treffen. Das Pentagon bestätigte, dass es sich bei den nun gelieferten Raketen um die Variante mit größerer Reichweite gehandelt habe. 

Vorbereitung einer ATACMS-Abschusseinrichtung in Australien (Bild: APA/AP)
Vorbereitung einer ATACMS-Abschusseinrichtung in Australien

Sicherheitsberater: „Werden viel bewegen“
Der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Jake Sullivan, kündigte an, die USA werden weitere Raketen mit großer Reichweite an die Ukraine liefern. „Sie werden viel bewegen“, sagte Sullivan. Er wiederholte gleichzeitig seine Aussage, dass es keine „Wunderwaffe“ im Krieg zwischen Russland und der Ukraine gebe. 

Die Bestätigung durch das US-Außenministerium kam am selben Tag, an dem Biden die Gelder für die Ukraine freigab. Biden sagte, er werde „sicherstellen, dass die Lieferungen sofort, in den nächsten Stunden, beginnen“.

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