Weniger Lebensstandard

Drei Viertel der Jungen sorgen sich um Pension

Wirtschaft
17.04.2024 11:53

Viele junge Menschen machen sich Sorgen um die Höhe und Sicherheit ihrer künftigen Pension. Einer aktuellen Unique-Research-Studie nach rechnet die Mehrheit damit, in der Pension nicht den gewünschten Lebensstandard halten zu können, und vertraut dem staatlichen System nicht.

Drei Viertel der Befragten zwischen 18 und 30 Jahren machen sich Sorgen um die Höhe und Sicherheit ihrer künftigen Pension. Damit ist die eigene Pension der zweitgrößte Sorgenfaktor vor Krieg (73 Prozent), der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Klimawandel (je 70 Prozent). Auf Platz eins liegt weiterhin die Teuerung mit 85 Prozent.

Im Durchschnitt rechnen die 800 Befragten mit einer Pension von 1393 Euro monatlich, das liegt knapp unter der Mindestsicherung. Obwohl die Mehrheit dem staatlichen Pensionssystem das Misstrauen ausspricht, hat nur knapp ein Viertel eine private Vorsorge abgeschlossen. Gegenargumente sind etwa der finanzielle Aufwand und fehlende steuerliche Anreize. Die Hälfte derjenigen, die keine private Zusatzpension abgeschlossen haben, steht dieser aber grundsätzlich positiv gegenüber. Sie wären bereit, durchschnittlich 104 Euro monatlich einzuzahlen.

Die Befragten wären bereit, 104 Euro pro Monat in eine private Pensionsvorsorge zu zahlen (Symbolbild). (Bild: Butch - stock.adobe.com)
Die Befragten wären bereit, 104 Euro pro Monat in eine private Pensionsvorsorge zu zahlen (Symbolbild).

Was für eine private Vorsorge spricht
Wer eine Zusatzpension abgeschlossen hat, begründet das vor allem mit dem Sichern des Lebensstandards und der Altersvorsorge, dem Finanzieren von Pflege sowie der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit während des Erwerbslebens.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich viele nicht ausreichend über Geld und Finanzen informiert fühlen. So ist etwa nur ein Viertel der Ansicht, in der Schule ausreichend darüber gelernt zu haben. Je höher gebildet die Person ist, desto unzufriedener ist sie damit. Die Lücken sollen über das Internet, durch Gespräche mit der Familie und im Freundeskreis, Medien und durch Beratungen wettgemacht werden.

Die „Initiative 2050“, die alle Anbieter der betrieblichen und privaten Pensionsvorsorge umfasst, spricht von einem „klaren Auftrag an die Politik.“ So bräuchte es etwa steuerliche Anreize für die private Pensionsvorsorge und eine bessere Finanzbildung in Schulen.

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