8000 leere Einheiten?

„So kommt nicht eine Wohnung auf den Markt“

Salzburg
06.04.2024 08:00

Die Kritik an Salzburgs Leerstandsabgabe ist groß – ein Blick nach Innsbruck ist aus zwei Gründen hilfreich und zeigt vor allem, dass auch eine Kenntnis über den genauen Leerstand noch keine Garantie ist, Immobilien zu mobilisieren.

Innsbruck ist bei der Ermittlung des Leerstandes ein Vorbild. Die Stadt spürt leer stehende Immobilien per exaktem Monitoring auf. Die Hälfte der Wohnungen wurde einem Check unterzogen. Man weiß nun, dass hochgerechnet 8,8 Prozent aller Einheiten leer stehen. Ergibt bei 79.000 Wohnungen eine Leerstandsziffer von 7000. Was der Blick nach Innsbruck auch zeigt: Selbst die Kenntnis über den Leerstand ist keine Garantie, diese Immobilien mobilisieren, also auf den Markt bringen zu können. Wie in Salzburg haben sich ein Jahr nach Einführung der gesetzlichen Leerstandsabgabe erst eine Handvoll Besitzer leer stehenden Objekte gemeldet.

Kay Dankl (KPÖ Plus) glaubt, dass Salzburgs Leerstands ähnlich hoch wie jener der Innsbrucker ist, es 8000 unbewohnte Einheiten geben dürfte. „Außerdem hat Salzburg anders als Innsbruck viele Festspielgäste, die Wohnungen haben“, sagt Dankl. So, wie die aktuelle Leerstandsabgabe gehandhabt wird, sieht Dankl schwarz: „So kriegen wir nicht eine einzige Wohnungen auf den Markt!“

Laut Büro von Wohn-Landesrat Martin Zauner haben im Bundesland mittlerweile 62 Gemeinden eine Verordnung für die Kommunalabgabe Zweitwohnsitz erlassen. Gut. Aber auch dort sind dem Land rein gesetzlich die Hände gebunden: „Das Land ist Aufsichtsbehörde, wir werden bestmöglich die Gemeinden unterstützen, wir sind aber keine Leerstandsdetektive.“

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