Nach 22-jähriger Regentschaft ist dem Präsident der Faschingsgilde Linz-Ebelsberg-Kleinmünchen zwar nicht das Lachen vergangen, dennoch tritt „Brauchtumsromantiker“ Wolfgang Harrer nun ab. Für ihn bricht jetzt die „sechste“ Jahreszeit an.
Über zwei Jahrzehnte hatte der Eferdinger als Chef der Faschingsgilde Linz-Ebelsberg-Kleinmünchen die „fünfte“ Jahreszeit in Linz mitgeprägt. Nun begibt er sich in die sechste, den Ruhestand. „Es waren wunderschöne Jahre, die ich nicht missen will“, sinniert Wolfgang Harrer, der sich selbst einen „Brauchtumsromantiker“ nennt. „Auch wenn es in Linz nie leicht war, habe ich die Arbeit nie als Arbeit gesehen, das Amt mit viel Leidenschaft ausgeübt. Das größte Highlight für mich waren vor allem die Umzüge, besonders jener im Kulturhauptstadtjahr 2009, aber auch die in den Jahren 2014 und 2019“, blickt der scheidende „Obernarr“ leicht wehmütig zurück.
„Meine Frau war Gardemädchen“
Wie kam es dazu, dass er als Eferdinger überhaupt Linzer Gildepräsident werden konnte? „Meine Frau war Gardemädchen, als wir uns kennengelernt haben. Der damalige Präsident lud mich ein, mitzumachen. Erst konnte ich’s mir nicht vorstellen, jetzt war ich gut 30 Jahre dabei.“ Obwohl es ihm zuletzt gesundheitlich nicht so gut ging, betont Harrer: „Unabhängig davon wäre ich heuer in Narrenpension gegangen.“
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