Nicht nur bessere Qualität, sondern auch günstiger: Immer mehr Wiener haben die Liebe zum Garteln entdeckt. Egal, ob im Garten oder am Balkon, immer mehr Menschen suchen nach nachhaltigen und selbstbestimmten Möglichkeiten, sich mit frischen Lebensmitteln zu versorgen.
Vor allem Anfänger tun sich aber oft schwer und verzagen schnell, wenn wieder einmal eine Topfpflanze eingeht. Die „Krone“ hat sich Tipps vom Profi geholt. „Ein guter Hinweis für Garteneinsteiger ist, mit einfachen Pflanzen anzufangen, dafür eignen sich Kräuter gut“, meint Herbert Eipeldauer, Innungsmeister der Wiener Gartengestalter und Floristen der WK Wien. Wichtig ist, sich vorab zu informieren, wie man die jeweilige Pflanze pflegen muss. „Bewässerung ist nur die Grundbasis, es braucht ausreichend Sonne, die richtige Erde und nicht jede Pflanze passt auf jeden Balkon“, so der langjährige Gartengestalter. Es macht einen großen Unterschied, ob der Balkon süd- oder nordseitig ausgerichtet ist.
Besonders bei Gemüse- und Obstpflanzen sowie Kräutern, die unkompliziert und schnell Ertrag bringen, gibt es jetzt im Frühling eine sehr hohe Nachfrage.
Herbert Eipeldauer, Innungsmeister der Wiener Gartengestalter und Floristen
Und woher soll man das wissen? Am besten zieht man einen Gartengestalter zur Rate oder experimentiert ein wenig. „Am Anfang sollte man die Erwartungen zurückschrauben und Geduld haben“, so Eipeldauer.
Er empfiehlt Lavendel- und Rosmarinstöcke. Aufgrund des Klimawandels können diese auch am Balkon überwintern. Überhaupt startet die Gartensaison von Jahr zu Jahr früher. „Heuer rechne ich mit Mitte März, es ist wichtig die Samen und früh genug auszusetzen“, rät der Innungsmeister. Sollte es nachts dann doch abkühlen, einfach die Pflanzen mit Vlies abdecken.
Branche hat große Nachwuchsprobleme
In Wien gibt es rund 1000 Gartengestalter, Floristen und Friedhofsgärtner. Vor allem junge Fachkräfte sind aber nur schwer zu finden. Zurzeit befinden sich lediglich 15 Lehrlinge in Ausbildung. Die Hoffnung liegt auf dem neuen Lehrberuf, der sich gerade in Ausarbeitung befindet. Der sogenannte Klimagärtner soll sich auf Dach- und Fassadenbegrünung spezialisieren. Denn die Nachfrage nach derlei wird künftig noch stark zunehmen.
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