Ein türkischer Schwerkrimineller musste sich am Mittwoch vor dem Landesgericht in Feldkirch verantworten. Der 39-Jährige kennt das Leben hinter Gittern seit vielen Jahren. Insgesamt zwölf Einträge, viele davon einschlägig, zieren sein Strafregister. Diesmal drohen ihm bis zu siebeneinhalb Jahre Gefängnis.
Angeklagt ist der Kriminelle unter anderem wegen gefährlicher Drohung, Urkundenunterdrückung, Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, Körperverletzung und unerlaubtem Umgang mit Suchtgiften. Obwohl über ihn ein Einreiseverbot nach Österreich verhängt worden ist, fährt der Mann, der bis zu seiner Verhaftung im Dezember in Zürich lebt, immer wieder unbehelligt ins Ländle.
„Habe nichts zu verlieren“
Im Juli soll er nach einem Ausraster einer Bekannten am Telefon gedroht haben: „Ich habe nichts zu verlieren. Ich habe eine Waffe dabei. Ich fahre jetzt nach Bregenz und werde deine Tochter durchbohren und dann dich und deine Familie umbringen.“
Mein Bruder sitzt im Rollstuhl. Ich wollte ihm dringend Medikamente bringen. Außerdem stand ich unter Drogen.
Der Angeklagte vor Gericht
Wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei
Als er im Oktober in eine Fahrzeugkontrolle gerät, weist er sich mit einem Personalausweis aus, den er zuvor einem anderen Mann gestohlen hatte. Das große Finale folgte am 6. Dezember, als er sich mit der Polizei zwischen Bregenz und Hard eine wilde Verfolgungsjagd liefert.
„Warum sind Sie vor der Polizei geflüchtet?“, will Richter Theo Rümmele wissen. „Mein Bruder sitzt im Rollstuhl. Ich wollte ihm dringend Medikamente bringen“, verantwortet sich der Angeklagte und meint, damals unter Kokain- und Tabletteneinfluss gestanden zu haben. Der Prozess wurde vertagt, Fortsetzung folgt.
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