Häuslbauer und Wohnungskäufer sollen 20 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro, für das erste eigene Heim als Zuschuss erhalten, drängen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft die Regierung. Es braucht auch mehr Wohnbauförderung sowie Steuerentlastungen, um die Bauwirtschaft zu stützen. Konkret geht es um 310.000 Jobs.
Wer sein erstes Eigenheim baut oder anschafft, soll einen Bonus von 20 Prozent der Kosten, maximal aber 100.000 Euro, vom Staat als Zuschuss erhalten. Dieses „Geschenk“ wäre dann wie Eigenkapital, um in der Folge als Privater leichter als jetzt einen Bankkredit zu erhalten.
Mit diesem Kernvorschlag drängen Wirtschaftskammerchef Harald Mahrer und Bau-Gewerkschafter Josef Muchitsch die Regierung zu einem „Bau-Paket“ schon in den nächsten Tagen, um die stark eingebrochene Branche schnellstmöglich wieder anzukurbeln. „Es geht um 310.000 Arbeitsplätze, und ein Stillstand jetzt bedeutet außerdem, dass dann in ein paar Jahren der Wohnraum fehlt bzw. noch teurer wird“, warnen die Sozialpartner. Laut Prognose dürften statt zuletzt mehr als 62.000 Wohnungen 2026 nur noch 46.400 neue Objekte fertiggestellt werden. Die Hilfe müsse also schnell, wirksam und einfach sein.
Kreditvergabe-Richtlinien sollen gelockert werden
Weitere Punkte: Aufstockung der Wohnbauförderung um mindestens 500 Millionen Euro jährlich zumindest für die nächsten drei Jahre sowie die Lockerung der strengen Kreditvergabe-Richtlinien, etwa durch eine höhere erlaubte Schuldenquote vom Haushaltseinkommen (derzeit 40 Prozent). Für gewerbliche Bauträger fordert man Anreize wie eine kürzere steuerliche Abschreibungszeit von Investitionen.
Als teuer, aber wohl sinnvoll beurteilte Christoph Badelt, als Fiskalrats-Präsident der „Budget-Schuldenwächter“, diese Wünsche. Der Bau sei eben ein Konjunkturmotor, man sollte bei den Förderungen aber die Einhaltung von ökologischen Kriterien vorschreiben.
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