Drohne zu spät erkannt

Mussten US-Soldaten wegen Verwechslung sterben?

Ausland
30.01.2024 06:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Drei US-Soldaten starben und mehr als 40 weitere wurden verletzt, als am Sonntag eine bombenbewehrte Drohne in ihrem Stützpunkt in Jordanien einschlug. Medienberichten zufolge könnte eine Fehleinschätzung bei dem tödlichen Angriff eine Rolle gespielt haben.

Mehrere US-Medien berichteten am Montag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, dass die feindliche Drohne sich zeitgleich mit einer US-Überwachungsdrohne dem Stützpunkt genähert habe. Deshalb sei zunächst unklar gewesen, ob es sich um eine eigene oder feindliche Drohne gehandelt habe.

Luftabwehr reagierte zu spät
In der Folge sei die Luftabwehr nicht sofort zum Einsatz gekommen, hieß es. Zwei weitere Drohnen an Orten in der Nähe wurden den Berichten zufolge hingegen abgeschossen. Das Pentagon erklärte am Montag auf Nachfrage, der Vorfall werde derzeit noch untersucht.

Proiranische Milizen im Irak bekannten sich zu der Attacke in Jordanien nahe der syrischen Grenze und erklärten, sie hätten vier US-Militärstützpunkte angegriffen, davon drei in Syrien am Sonntagmorgen. Der Nordosten Jordaniens grenzt sowohl an Syrien als auch an den Irak.

US-Präsident Joe Biden machte „radikale, vom Iran unterstützte militanten Gruppen“ für den Angriff verantwortlich und drohte mit Vergeltung. Dem „Wall Street Journal“ zufolge sagten die US-Regierungsvertreter, nun würden Schläge gegen Milizen im Irak, in Syrien sowie womöglich im Iran erwogen. Ein Angriff auf iranischem Boden sei allerdings ein weniger wahrscheinliches Szenario.

Republikaner fordern Angriff auf Iran
John Kirby, der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, erklärte am Montag, dass man „nicht auf einen Krieg mit dem Iran aus“ sei. Die Republikaner im Kongress, Bidens Gegner, hingegen forderten die Regierung auf, Vergeltungsmaßnahmen direkt gegen den Iran zu treffen. Senator Lindsey Graham, ein außenpolitischer Hardliner, sagte, die USA sollten „wichtige Ziele“ im Iran selbst angreifen, um zukünftige Angriffe zu verhindern: Man solle jetzt „hart zuschlagen“.

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