Wien blickt auf das zweitbeste Tourismusjahr in seiner Geschichte zurück - obwohl die finanzkräftigen Asiaten noch ausblieben. Dafür sorgen die „Swifties“ nicht nur für Erdbeben, sondern lassen es auch in den Kassen der Donaumetropole klingeln.
Nach der Krise kam Wien touristisch wieder schneller auf die Beine als viele andere Städte. Mit 17,3 Millionen Nächtigungen liegt man nur mehr zwei Prozent hinter dem Rekordjahr 2019 und bereits 31 Prozent über dem Vorjahr. Daher ist Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) auch stolz: „Wiens Städtetourismus hat es 2023 geschafft, die Folgen der Pandemie vollständig abzuschütteln und ist auf die Erfolgsspur zurückgekehrt.“
Wien-Besucher haben tiefe Hosentaschen
Wiens Comeback ist aber nicht nur im Bezug auf die Masse beeindruckend. Das Jahr 2023 markiert das zweite Mal in der Geschichte Wiens, dass die Beherbergungsbetriebe die magische Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro durchbrachen, und das bereits vor dem Dezember. Der erzielte Gesamtumsatz von 1,08 Milliarden Euro für Jänner bis November bedeutet ein beachtliches Plus von 19,5 Prozent gegenüber dem Vergleichswert von 2019.
Beeindruckend: Unter Berücksichtigung der Inflation zeigt sich, dass der Umsatz pro Nächtigung 2023 im Vergleich zu 2019 um 23 % auf rund 70 Euro gestiegen ist. Ein typischer Wiengast gibt pro Tag durchschnittlich 280 Euro aus - ein Kongresshast sogar 550 Euro (siehe Grafik). „Das Festhalten am Qualitätstourismus, die Ansprache eines kulturinteressierten und kaufkräftigen Publikums, die Rückkehr der Fernmärkte und globale Positionierung Wiens als Meeting Destination trugen wesentlich zur Umsatzsteigerung bei“, freut sich der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner.
Wiens Städtetourismus hat es 2023 geschafft, die Folgen der Pandemie abzuschütteln und auf die Erfolgsspur zurückzukehren.
Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ)
Wo leben die größten Fans der Hauptstadt?
Die internationalen Gästezahlen bestätigen Wiens Weg. Insbesondere die Märkte Deutschland, Österreich und die USA zeigten sich stark. Bei US-Touristen wurde die Nächtigungsmillion erst zum zweiten Mal überhaupt geknackt. 2023 brachte hier einen neuen Bestwert. Dieser Erfolg ist teilweise auf gezielte Marketingbemühungen zurückzuführen, darunter ein Sonderbudget der Stadt, das sich auf den US-Markt konzentrierte.
haben Wiener Beherbergungsbetriebe zwischen Jänner und November 2023 umgesetzt. Da ist der umsatzstarke Dezember noch nicht berücksichtigt.
Bemerkenswerte Zuwächse gibt es auch aus dem arabischen Raum und Südkorea. China und Japan, ehemals starke Märkte, erlebten eine verzögerte Erholung, was Wien dazu veranlasste, seine Marketingstrategie anzupassen und sich verstärkt auf das Luxussegment zu konzentrieren. Das spiegelt sich auch im Hotelangebot wider. Rund 60 Prozent der Hotelbetten gehören zur 4- und 5-Stern-Kategorie, und die Stadt freut sich über die Ankunft neuer Luxusmarken und das ungebrochene Vertrauen von Investoren.
Großereignisse ziehen Massen an
Auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist äußerst positiv. Konzerte von Coldplay oder Taylor Swift lassen die Nachfrage nach Hotelbetten in die Höhe schnellen. Zudem stehen knapp 50 Großveranstaltungen ab 1000 Besucher, darunter sechs über der Marke von 10.000 Teilnehmern, heuer auf dem Programm.
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