Wollen Premier treffen
Protest: Bauern blockieren französisches AKW
Der Zorn der Bauern ist in Europa derzeit vielerorts zu spüren. In zahlreichen Staaten kommt es zu Kundgebungen und Blockaden. Frankreichs neuer Ministerpräsident muss sich nach seiner Amtseinführung nun auch um die Probleme der Landwirte kümmern. Dort wird mittlerweile ein Atomkraftwerk blockiert.
Vor einem Treffen von Agrarverbänden mit Frankreichs neuem Premierminister Gabriel Attal am Montag haben protestierende Landwirte ihre Blockaden im Land ausgedehnt. Weiterhin waren in Südfrankreich am Montag bei Toulouse mehrere Autobahnen blockiert, wie der Sender France Info berichtete.
In der Region wurde auch die Zufahrt zum Atomkraftwerk in Golfech von Landwirten blockiert, wie die Zeitung „La Dépêche du Midi“ berichtete. Nahe der spanischen Grenze bei Perpignan besetzten Bauern zudem eine Mautstelle auf einer Autobahn. Zu Protesten kam es darüber hinaus im Elsass an der deutsch-französischen Grenze bei Lauterbourg.
Seuchenausbruch, Wassermangel und Agrardiesel
Die Landwirte pochen auf staatliche Hilfe angesichts der ausgebrochenen Rinderseuche EHD und wollen ihren Protest erst beenden, wenn der neue Premierminister ihnen vor Ort Gehör schenkt. Schon zuvor haben sich zahlreiche Probleme bei den Landwirten aufgestaut: So geht es um die Wasserversorgung für ihre Betriebe im Süden, wo anhaltende Trockenheit zunehmend zu einer Belastung wird.
Bauern rüsten sich für längere Blockaden
Themen sind wie auch in Deutschland der Preis des Agrardiesels, Energiekosten im Allgemeinen und die Einkommenssituation der Landwirte. Mobile Toiletten, Stromgeneratoren und Nahrungsvorräte am Ort der Proteste deuteten darauf hin, dass die Blockaden noch eine Weile andauern können. Landwirte übernachteten an den Blockadepunkten auf den Autobahnen. Die Präfektur erlaubte der Polizei den Einsatz von Drohnen, um die Lage im Blick zu behalten.
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