Auf der Grünen Woche in Berlin sprach die „Krone“ zwischen Bauernständen mit unserem Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) über die Bauernproteste, Vollspaltenböden und Billigfleisch ...
„Krone“: In Berlin streiken die Bauern, in Österreich wurde kürzlich ein 360 Millionen Euro Impulsprogramm für die Landwirtschaft geschnürt. Was unterscheidet unsere „Agrarlandschaft“ von jener der Deutschen?
Norbert Totschnig: Was wir derzeit auf den Straßen Berlins sehen - tausende Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren - ist europaweit nicht zu übersehen und überhören. Diese Bilder bewegen. Ich habe vollstes Verständnis für die Deutschen Bäuerinnen und Bauern. Wenn eine hart arbeitende Berufsgruppe nicht die Wertschätzung bekommt, die sie verdient und die Politik nicht die richtigen Rahmenbedingungen setzt, werden sie so wie in Deutschland protestieren. Im Gegensatz zu Deutschland stehen wir in Österreich klar hinter den Leistungen der Bäuerinnen und Bauern. In Österreich wird die Landwirtschaft gezielt unterstützt und entlastet. Beispielsweise haben wir das nationale Agrarbudget deutlich aufgestockt. Ein weiterer Unterschied zu unserem Nachbarland: In Österreich sind die Bäuerinnen und Bauern direkt in der Bundesregierung vertreten. Das unterstreicht die Bedeutung, die der Versorgung mit vielfältigen heimischen Qualitätslebensmitteln zugemessen wird.
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