Bei der 1000. Zuchtrinderversteigerung in Maishofen kamen 525 Milchkühe und 95 Kälber im Akkord unter den Hammer. Die Landwirte feilschten um den besten Preis - und das beste Tier für ihren Hof.
Es ist eine eigene Welt, die sich am Donnerstag in Maishofen auftat: Wer hat die schönsten Flecken, die besten Klauen und die sauberste Abstammung? Das beurteilten die Landwirte, die bei der 1000. Versteigerung des Rinderzuchtverbandes waren - ein Jubiläum für eine Institution, die seit 1940 jeden Monat Züchter und Käufer von Rindern zusammenbringt. „Wir bieten den Landwirten einen Marktplatz, die passende Kuh zum Züchten oder für den Milchbetrieb zu finden“, erklärte Rinderzuchtverbandschef Franz Loitfellner. Über 200.000 Tiere wurden schon versteigert.
Milchkühe kamen bei der Jubiläumsversteigerung für bis zu 4500 Euro unter den Hammer, Kälber für bis zu 1000 Euro. Vorher konnten die Tiere in den Ställen auf dem Gelände besichtigt werden: Wer ein Tier zum Züchten kauft, achtet nicht nur darauf, ob es dieselbe Rasse wie im eigenen Stall ist, sondern auch wie lang die Zitzen sind, wie weit sie auseinanderstehen und ob sich die Kuh mit anderen verträgt und auf den Bauern zukommt. Loitfellner: „Die Fruchtbarkeit und die Milchmenge sind relevant, aber auch auf die Stellung der Hinterbeine etwa wird ein Auge geworfen.“
Samuel Gruber (15) aus Saalfelden bot fünf Kühe zum Verkauf an. Er will den elterlichen Hof übernehmen: „Die Arbeit taugt mir voll.“ Dafür steht er jeden Tag um fünf Uhr auf, melkt und geht dann in die Landwirtschaftsschule. Das Feilschen lernt er noch. Denn das gehört zum Landwirt-Sein auch dazu.
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