Eine Werbung für einen Vortrag über die Agrar- und Ernährungswende in der HLW Freistadt sorgt bei der FPÖ-Bezirksorganisation für Empörung. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit den Grünen abgehalten, das geht im Text auch offensichtlich hervor und wird von der Öko-Partei nicht abgestritten.
Sauer stoßen dem Landtagsabgeordneten und Freistädter FPÖ-Bezirkschef Peter Handlos zwei in der HLW Freistadt platzierte Plakate auf. Dabei wird ein Vortrag für die Agrar- und Ernährungswende angekündigt.
„Konkret bewirbt eine lokalpolitisch bei den Grünen aktive Dame als ,Klimacoach’ einen Vortrag mit einer ,Klima-Aktivistin’. Es ist ziemlich offensichtlich, dass das nichts mit dem Schulfach Ernährungslehre zu tun hat, sondern mit ideologischer Indoktrinierung, die indirekt durch die Schule beworben wurde“, poltert Handlos.
Grünen-Logo wurde überklebt
Es sei zwar auf den Plakaten das Logo überklebt worden, im Ankündigungstext stand klar, dass es sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit den Grünen Freistadt handle.
Unter dem Deckmantel von Klimaveranstaltungen wird Parteiprogramm an Schüler gebracht. Denn die Inhalte decken sich 1:1 mit dem Grünen Parteiprogramm.
Peter Handlos, FPÖ-Landtagsabgeordneter
„Man stelle sich vor, wie die Grünen reagieren würden, wenn die FPÖ in Schulen eine Veranstaltung bewerben würde, bei der die Vor- und Nachteile von unkontrollierter Migration beleuchtet werden. Ich verlange von Landesrat Kaineder als Landessprecher der Grünen, dass er diese Jugendbeeinflussung unterbindet“, so Handlos.
Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Veranstaltungsankündigungen vorher, wie in solchen Fällen üblich, auf Rechtskonformität geprüft wurden.
Ursula Roschger, Grünen-Landesgeschäfstführerin
Auf Anfrage der „Krone“ schickte Kaineder Landesmanagerin Ursula Roschger vor: „Gesunde Ernährung ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen beschäftigen. Dabei sind Fakten wichtig. Wenig sinnvoll ist es, widersinnige Vorwürfe zu konstruieren.“ Mit Kritik an der Schule spart Handlos: „Ich gehe von einer Unachtsamkeit aus.“
Für Schulleiter war es eine Lehre
Direktor Jürgen Ehling nickt: „Es war mir ein Lehre, künftig passe ich besser auf. Für mich stand der Inhalt im Vordergrund, nicht die Werbung für eine Partei. Rechtlich habe ich nicht falsch gehandelt.“
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