FP mit heftiger Kritik

Plakat der Grünen in der Schule sorgt für Wirbel

Oberösterreich
19.01.2024 09:00

Eine Werbung für einen Vortrag über die Agrar- und Ernährungswende in der HLW Freistadt sorgt bei der FPÖ-Bezirksorganisation für Empörung. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit den Grünen abgehalten, das geht im Text auch offensichtlich hervor und wird von der Öko-Partei nicht abgestritten.

Sauer stoßen dem Landtagsabgeordneten und Freistädter FPÖ-Bezirkschef Peter Handlos zwei in der HLW Freistadt platzierte Plakate auf. Dabei wird ein Vortrag für die Agrar- und Ernährungswende angekündigt.

„Konkret bewirbt eine lokalpolitisch bei den Grünen aktive Dame als ,Klimacoach’ einen Vortrag mit einer ,Klima-Aktivistin’. Es ist ziemlich offensichtlich, dass das nichts mit dem Schulfach Ernährungslehre zu tun hat, sondern mit ideologischer Indoktrinierung, die indirekt durch die Schule beworben wurde“, poltert Handlos.

Grünen-Logo wurde überklebt
Es sei zwar auf den Plakaten das Logo überklebt worden, im Ankündigungstext stand klar, dass es sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit den Grünen Freistadt handle.

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Unter dem Deckmantel von Klimaveranstaltungen wird Parteiprogramm an Schüler gebracht. Denn die Inhalte decken sich 1:1 mit dem Grünen Parteiprogramm.

Peter Handlos, FPÖ-Landtagsabgeordneter

„Man stelle sich vor, wie die Grünen reagieren würden, wenn die FPÖ in Schulen eine Veranstaltung bewerben würde, bei der die Vor- und Nachteile von unkontrollierter Migration beleuchtet werden. Ich verlange von Landesrat Kaineder als Landessprecher der Grünen, dass er diese Jugendbeeinflussung unterbindet“, so Handlos.

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Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Veranstaltungsankündigungen vorher, wie in solchen Fällen üblich, auf Rechtskonformität geprüft wurden.  

Ursula Roschger, Grünen-Landesgeschäfstführerin

Auf Anfrage der „Krone“ schickte Kaineder Landesmanagerin Ursula Roschger vor: „Gesunde Ernährung ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen beschäftigen. Dabei sind Fakten wichtig. Wenig sinnvoll ist es, widersinnige Vorwürfe zu konstruieren.“ Mit Kritik an der Schule spart Handlos: „Ich gehe von einer Unachtsamkeit aus.“

Für Schulleiter war es eine Lehre
Direktor Jürgen Ehling nickt: „Es war mir ein Lehre, künftig passe ich besser auf. Für mich stand der Inhalt im Vordergrund, nicht die Werbung für eine Partei. Rechtlich habe ich nicht falsch gehandelt.“ 

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