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15 Stunden im Einsatz

Am Berg gefangen: Chronik einer Lebensrettung

Bergkrone
21.01.2024 09:46

Schon einmal von der Großglockner-Familie gehört? Das sind die Bergführer, Bergretter, Hüttenwirte und alle, die um den höchsten Berg Österreichs leben und helfen, wenn andere auf ihrem Hausberg in Not geraten - auch wenn es dann einmal 15 Stunden dauert ...

Mit 3798 Metern ist der Großglockner nicht nur der höchste Gipfel der Alpenrepublik, sondern zweifellos auch der bekannteste Berg im Land. Mehr als 5000 Bergsteiger klettern alljährlich von Kärnten oder Osttirol über die Adlersruh’, Österreichs höchstgelegene Schutzhütte, und das Eisleitl hinauf ins Sattele, weiter zum Kleinglockner und queren die Scharte, um vom Kaiserkreuz den spektakulärsten Blick auf Österreich erleben zu dürfen.

Alpinunfälle kommen dabei zwar immer wieder vor, aber die Konsequenzen sind längst nicht mehr so tragisch wie noch vor 20 Jahren. „Früher wurden oft Tote von uns vom Berg geholt“, erinnert sich der erfahrene Kalser Bergführer Peter Tembler, der seit 15 Jahren die örtliche Bergrettungsdienststelle leitet.

Und Peter ist überzeugt: „Das Handy hat die Berge sicherer gemacht. Früher sind Bergsteiger am Glockner erfroren, bis sie zufällig entdeckt wurden. Dank des Smartphones können wir heute schneller helfen, weil wir früher von Notsituationen erfahren.“

Zuletzt erwischte es Anfang Jänner drei Tschechen; bekannte Alpinisten, zwei 40-jährige Brüder (Zwillinge) und einen 57-Jährigen, teils sogar mit Achttausender-Erfahrung. Das Trio hatte in der vereisten Glocknersüdwand eine neue Linie klettern wollen, doch die Männer kamen wegen eines verlorenen Steigeisens nicht mehr weiter.

Chronik einer Lebensrettung
„Wir hatten gerade die Jahreshauptversammlung beendet, als wir um 22.42 Uhr alarmiert wurden“, so Peter. Bergretter Christoph Bacher, er ist auch Mitglied der Kalser Bergführer, dachte da im ersten Moment nur an seine Frau, die zu Hause keine Freude haben wird, wenn er wieder auf den Berg hinauf muss. Vor allem bei Sturm, Schnee und Eiseskälte. Wie konnten die Tschechen nur bei so einem, auch lange prognostizierten Schlechtwetter in die Südwand einsteigen?

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