Mi, 15. August 2018

Bilanz nach 139 Tagen

17.05.2012 18:52

"Nicht genügend" für Rettungsgasse - Strafen drohen

Die Bilanz nach 139 Tagen Rettungsgassen-Pflicht fällt ernüchternd aus. Einsatzfahrzeuge, denen der Weg zum Unfallort versperrt wird, freche Touristen, die sich vorschwindeln. Laut OEKONSULT-Umfrage ignoriert die große Mehrheit der Lenker die Regeln.

Eigentlich sollte alles ganz einfach funktionieren. Wenn es auf den heimischen Autobahnen oder Schnellstraßen einmal kracht, müssten jene Lenker, die sich auf der linken Spur befinden, links an den Rand fahren, alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten nach rechts ausweichen. Sollten. Denn auch 139 Tage nach der Einführung der Rettungsgasse haben sich die Regeln im Ernstfall nicht wirklich durchgesetzt, wie diverse Videos auf der Website von OEKONSULT verdeutlichen – oder sie werden gar bewusst ignoriert. Pkws, die den Einsatzfahrzeugen den Weg versperren, sind längst keine Seltenheit.

"Verkehrsteilnehmer fühlen sich nicht genug aufgeklärt"
Auch unwissende (oder doch nur freche) Touristen, die die plötzliche Lücke ausnützen wollen und in der Mitte der sich dann doch zögerlich bildenden Rettungsgasse durchrasen, lassen das Temperament der Österreicher hochgehen. "Die meisten Verkehrsteilnehmer fühlen sich auch nicht genug aufgeklärt", analysiert Kristin Allwinger vom OEKONSULT-Institut.

30 Prozent beurteilen das Projekt mit "Nicht genügend"
Die Befragung von 1.313 Österreichern im Detail: 90 Prozent der Befragten wissen, dass sie im Fall des Falles eine Rettungsgasse bilden sollten, in der Praxis scheitert das Unterfangen dann aber oft kläglich. Nach wie vor halten sich (falsche) Mythen, dass etwa Taxis, Regierungsfahrzeuge oder Autobusse den freien Streifen benützen dürften. 30 Prozent der Befragten würden dem Projekt bisher die Note "Nicht genügend" ausstellen, 35 Prozent "Genügend".

Mit der Schonfrist ist es nun jedenfalls vorbei. Während bisher auf Aufklärung gesetzt wurde, wird ab sofort rigoros gestraft. Vielleicht lassen sich einige Verkehrsteilnehmer so bekehren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Rapid-Gegner-Besuch
Slovan: Ein Weckruf in der allgemeinen Erstarrung
Fußball International
Liga-Auftritte, adé!
Fortuna Hagen gibt nach 0:22 am 1. Spieltag auf!
Fußball International
Drittligist winkt ab
„Zu viele Kilos“: Kein Vertrag für Pogba-Bruder!
Fußball International
Jetzt mitdiskutieren!
Steigt das Gewaltpotenzial bei Sportevents?
Community
Schwerarbeit im Video
Weltrekord auf dem Salzsee mit 50 Jahre altem Auto
Video Show Auto

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.