Vier Weibchen und ein Jungtier werden noch bei der Pfotenhilfe betreut, die schlimme Zeit im Folterkeller Ansfelden haben sie hinter sich. Insgesamt konnten dort 44 verwahrloste Tiere aufgefunden und teilweise sogar wieder vermittelt werden. Den Besitzer erwartet im Jänner ein Prozess.
„Ansfelden ist einer der schlimmsten Tiermissbrauchsfälle, die wir jemals gesehen haben und lässt uns heute noch vor der Grausamkeit, zu der Menschen fähig sind, erschaudern“, hat das Team der Pfotenhilfe in Lochen nach wie vor mit den Nachwehen von ihrem Einsatz beim Folterkeller in Ansfelden zu kämpfen.
Bis zu fünf Jahre Haft
Mittlerweile wurde Anklage gegen den 45-Jährigen erhoben. Der Mann – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – muss sich neben Tierquälerei auch wegen anderer Straftaten vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft. Eine Strafe wird für die armen Hunde dennoch keinen Trost bedeuten.
Jahrelang könnten sie bereits furchtbaren Qualen ausgesetzt gewesen sein. Sie wurden in einem fensterlosen Keller in absoluter Dunkelheit und ohne Frischluft in Gitterkäfigen gehalten, in denen sich bereits riesige Kothaufen angesammelt hatten. 44 Hunde konnten gerettet werden.
„Susi“ war bereits hochschwanger
Neun davon kamen bei den Tierschützern der Pfotenhilfe in Lochen unter. „Sie haben wieder zugenommen, wir haben sie untersucht und die Krankheiten behandelt“, erzählt Chef Jürgen Stadler. Unter den geretteten Tieren war auch „Susi“, die bereits hochschwanger war und nur wenige Tage danach ihre Welpen auf die Welt brachte.
Einige Tiere konnten auch bereits vergeben werden. Vier Hundedamen und ein Jungtier warten aber noch auf ein neues Zuhause. „Hat jemand tatsächlich Interesse, beraten wir ganz konkret und schauen uns genau an, ob das auch passt“, erklärt Stadler.
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