Ein 30-Jähriger gründet in Gmünd eine Energiegemeinschaft und will sich mit anderen unabhängig machen. Ähnliche Pläne haben auch Gemeindevertreter.
Vor allem in der Bäckerbranche wird immer wieder über die horrenden Energiekosten geklagt. Und das ist mitunter Anlass dafür, dass der Gmünder Johannes Platzer nun eine erneuerbare Energiegemeinschaft gegründet hat.
„Die Bäckerei Pietschnigg war von meinem Vorschlag, den Strom, den ich von unserer 60 kWp-PV-Anlage auf dem Dach vom Platzerhof gewinne, in ihr Netz einzuspeisen, mehr als begeistert“, so der Firmenkundenbetreuer bei der BKS-Bank in Spittal. Schnell macht sein Vorhaben die Runde und weitere Bewohner sind interessiert. „Private und Unternehmen haben sich gemeldet, wollen sich mir anschließen. Ich suche Anbieter und Abnehmer“, erklärt der 30-Jährige, der nach Erweiterung 300.000 Kilowattstunden an Strom im Jahr produzieren will.
Schon im März 2024 soll Strom über die Gemeinschaft ausgetauscht werden. „Unterm Strich sparen sich die Beteiligten im Vergleich zum derzeitigem Stromtarif etwa 20 Prozent an Kosten“, berechnet Platzer. Anschlussmöglichkeiten wären bis Trebesing, Eisentratten und Malta gegeben.
Auch Bürgermeister sind begeistert
Auf autarke Energieversorgung setzt nicht nur Platzer als Privatperson, auch die Bürgermeister aus dem Lieser- und Maltatal haben das in den nächsten Jahren vor. „Gemeinsam wollen wir eine unabhängige Stromversorgung gewährleisten, wo auch unsere Kraftwerke ins Spiel kommen sollen“, so die Gemeindevertreter.
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