„Patienten umgeleitet“

Klimaprotest: Rettungen kamen nicht zum AKH durch

Wien
22.11.2023 17:01

Die Straßenblockaden der Klimakleber hatten am Mittwoch eine bedenkliche Nebenwirkung: Wegen des von ihnen ausgelösten Staus mussten die Rettungszufahrten des AKH gesperrt werden. „Patienten wurden umgeleitet“, heißt es von der Wiener Berufsrettung. 

Es dürfte nicht ihre Absicht gewesen sein, aber irgendwo muss es eine Grenze geben. Am Mittwoch haben Aktivisten der Letzten Generation wieder mehrere Straßen in Wien blockiert. Beim Karlsplatz sowie am Gürtel. 

„Durch eine Verkehrsbehinderung im Bereich der Kreuzung Währinger Gürtel/Sechsschimmelgasse kam es zu einem Rückstau bis über die Rettungszufahrt des AKH Wien hinaus. Darauf hat man von Seiten der Berufsrettung Wien und des Wiener Gesundheitsverbundes sofort reagiert. Die Rettungsteams wurden mittels Funk über die Verkehrsbehinderung informiert und haben die Patienten in andere Spitäler gebracht“, erklärt Corina Had von der Berufsrettung Wien.

Wie lange die Sperre gedauert hat und wie viele Patienten in andere Kliniken gebracht werden mussten, darauf will die Blaulichtorganisation nicht genau eingehen. 

„Wie immer bei derlei „Umroutungen“ blieb diese ebenso lange aufrecht, bis sich die Verkehrsbehinderungen aufgelöst haben“, so Had.

„Wir haben wie immer die Leitstelle eine halbe Stunde vor der Blockade informiert. Dass Patienten nicht mehr ins Spital kommen können, ist nicht unsere Absicht“, sagt ein Sprecher der Letzten Generation. Der Vorfall ändere an der Taktik der Straßenbesetzungen nichts, heißt es.

Im Gegenteil: Weil sie mit ihren Anliegen nicht durchkommen, haben die Öko-Kämpfer eine härtere Gangart angekündigt. Sie haben die „Kooperation“ mit der Polizei aufgekündigt. Heißt: Die Aktivisten werden sich künftig nur noch wegtragen lassen.

„Konkret bedeutet dies, dass wir ab Mittwoch nicht mehr selbstständig zum Arrestantenwagen gehen und bei der Festnahme nicht mehr mitwirken werden. Wir werden weiterhin unsere Ausweise vorzeigen, aber darüber hinaus keine aktive Kooperation mit der Polizei leisten“, heißt es in einer Aussendung.

Für Freitag ist ein vorläufiger Höhepunkt der Wien-Welle geplant. Etwa 100 Aktivisten wollen sich um 14 Uhr beim Praterstern treffen. Und sich dort auf die Fahrbahnen setzen.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.



Kostenlose Spiele