Bei Aufsteiger BW Linz soll es für Lustenau heute endlich mit drei Punkten klappen. Dafür muss aber der Rekordtorschütze der Vorarlberger, der jetzt in der Stahlstadt kickt, gestoppt werden.
Mit 72 Treffern ist Ronivaldo der Rekordtorschütze bei der Lustenauer Austria. Doch das ist Geschichte, mittlerweile stürmt der 34-jährige Brasilianer für den heutigen Gegner BW Linz. Und da hat „Ronny“ in dieser Saison bereits dreimal angeschrieben, erzielte unter anderem auch den Siegestreffer beim sensationellen 1:0-Erfolg des Aufsteigers bei Serienmeister RB Salzburg. Der „Brasilo-Bomber“ ist heute sicher eine Schlüsselfigur.
Auf der anderen Seite steht mit Nikolai Baden-Frederiksen ein Mann, der von Lustenau für das Toreschießen geholt wurde. Der Däne hatte bisher aber Ladehemmung, blieb in fünf Meisterschaftseinsätzen torlos, traf „nur“ im Cup zweimal. „Ich muss einfach öfter treffen“, gibt sich der 23-jährige Leihspieler von Vitesse Arnheim auch entsprechend selbstkritisch. Woran es liegt, dass es bisher nicht nach Wunsch klappte? „Ich habe lange nicht gespielt, brauchte meine Zeit.“
In der Länderspielpause gab es nochmals einen Ruck vorwärts, vor allem der 2:1-Sieg gegen den FC Vaduz im Testspiel gab Auftrieb. Weil laut Trainer Markus Mader in der zweiten Halbzeit endlich einmal die Mechanismen griffen. Das bestätigt auch Frederiksen. „Wir reden sehr viel in der Kabine, alle sind positiv eingestellt und wir sind zuversichtlich, dass wir endlich gewinnen. Wir brauchen die Punkte auch dringend.“ Möglich, dass auch Lukas Fridrikas von Beginn an zum Einsatz kommen wird.Selbstvertrauen holenIn Linz will der Coach eine „neue Austria“ sehen. Eine, die sich über einfachen Fußball wieder das Selbstvertrauen zurückholt.
Chancen kreieren
„In unserer Situation müssen wir nicht versuchen, schön von hinten herauszuspielen. Wir müssen vielmehr schauen, dass wir zu den zweiten Bällen kommen, daraus Chancen kreieren.“ Der Trainer fordert einen mutigen Auftritt seines Teams. Und gibt deshalb auch klar das Ziel aus, beim Aufsteiger zu gewinnen. Im neuen Donaustadion sind die Hausherren übrigens noch ohne Sieg, während Lustenau die einzigen beiden Punkte in der Fremde holte. Für BW-Linz-Sportchef Christoph Schösswendter ist dies eine Kopfsache. „Vielleicht haben jetzt einige Spieler das Gefühl, den Fans für die starke Unterstützung etwas schuldig zu sein und sich mit Heimsiegen bedanken zu müssen.“
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