Spannende Erkenntnisse lieferte die heurige Greifvogelzählung von BirdLife in Oberstossau bei Hohenthurn und vom Dobratsch aus. Vor allem die beachtliche Anzahl der Wespenbussarde fiel positiv auf.
Große Freude herrscht derzeit bei BirdLife Kärnten. „Die Wespenbussarde flogen in großer Anzahl über den Dobratsch. Wir hatten zuerst mit einem schlechten Ergebnis gerechnet, konnten aber doch glatt 3695 Wespenbussarde zählen, das ist mehr als die Hälfte, die wir erwartet hatten“, freut sich Andreas Kleewein von BirdLife Kärnten.
Wertvolles Projekt
Die für die Forscher wichtigen Ergebnisse sind dem Durchhaltevermögen der BirdLife-Experten und Vogelfreunde zu verdanken. Sie sind von 18. bis 31. August täglich mit Fernglas und Liste bewaffnet nach Oberstossau und auf den Dobratsch ausgerückt, um dort die vorbeiziehenden Greifvögel zu zählen. Dieses wertvolle Projekt wird seit 2007 auch vom Land Kärnten unterstützt und liefert die besten Daten.
„Warum in den vergangenen Jahren viel weniger Wespenbussarde gezählt wurden, lässt sich nur dadurch erklären, dass ihre Flugroute anders verlaufen ist und sie weiter östlich von Oberstossau in Richtung Italien geflogen sind“, so Kleewein. Auch die Bruterfolge der vergangenen Jahre könnten sich erst später auswirken. „Erstaunlich war auch, dass zahlreiche Wespenbussarde sogar bei Nieselregen geflogen sind.“
Das dürfte laut Kleewein mit dem erhöhten Druck, ins Überwinterungsgebiet zu kommen, zusammenhängen. „Denn der Wespenbussard ist ein Passivflieger und nutzt die Thermik zum Gleiten, die bekanntlich bei Regenwetter nicht so ausgeprägt ist wie bei Sonnenschein“, weiß der Experte.
Auch ganz besondere Raritäten wurden heuer gesichtet. Unter die majestätischen Greifvögel mischte sich auch ein seltener Schlangenadler. „Vom Dobratsch aus gesichtet wurde sogar eine Falkenraubmöwe“. Auch im nächsten Jahr werden sich die BirdLife-Experten und Vogelfreunde im August mit dem Fernglas erneut auf die Lauer legen.









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