„Ich weiß es ist nett, aber bitte füttert die Hirsche nicht mehr“, mit diesem Appell wagt sich Tierexpertin Sonja Pilz an die Öffentlichkeit. Wanderer meinen es mit den Tieren nämlich oft zu gut und verpflegen sie zu viel und mit den falschen Sachen - nun ist eines bereits erkrankt.
„Möchten Sie, dass ihr Kind von allen möglichen Menschen mit Schokolade beschenkt wird“, versucht Sonja Pilz, Tierexpertin aus Wolfern, einen Vergleich zu ziehen. Die 50-Jährige bietet auf ihrem Hof Schule am Bauernhof an, wo die Kinder den richtigen Umgang mit den Tieren lernen – und das Gelernte auch an die Eltern weitergeben sollen. Denn viele von ihnen meinen es mit den Tieren zu gut.
Zahme Tiere besonders gefährdet
„Keine fremden Tiere füttern, da man nicht weiß, ob die Tiere Diäten einhalten müssen. Das Problem ist, dass jeder nur ein bisschen füttert, aber dreimal ein bisschen ist schon zu viel. Unsere Tiere sind uns wichtig und sie bekommen genug zu fressen, auch wenn sie oft gierig das angebotene Brot verschlingen“, schildert Pilz. Besonders zahme Tiere, die aus der Hand fressen, bekommen zu viel ab.
Durchfall und schwächelt
Am Hof hat deswegen Hirsch „Stupsi“ mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. „Stupsi geht es wirklich nicht gut. Sie hat massiven Durchfall und schwächelt und liegt viel herum. Außerdem lässt sie uns nicht mehr an sich ran“, ist vor allem Sohn Sebastian traurig, der sich täglich um seinen Schützling kümmert. Tipp der Expertin: „Besitzer fragen, ob sie bei der Fütterung dabei sein können. Wir geben gerne Auskunft.“
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