07.01.2012 17:03 |

'All money, no police'

33-Sekunden-Überfall in Graz: Steirer in Haft

Der Banküberfall auf eine Raiffeisenbank in Vasoldsberg bei Graz vom Donnerstag ist geklärt: Die Veröffentlichung von Fotos der Überwachungskamera brachte die Ermittler auf die Spur eines 32-jährigen Mannes, der die Tat bereits gestanden hat. Wie das Landeskriminalamt am Samstag mitteilte, gab der mutmaßliche Täter hohe Schulden wegen fehlgeschlagener Spekulationsgeschäfte als Motiv an.

Der entscheidende Hinweis kam laut Polizei aus dem Umfeld des 32-Jährigen - er war auf den Fotos trotz Maskierung erkannt worden. Der Mann wurde am Freitagnachmittag in seinem Wohnhaus im Bezirk Graz-Umgebung von Kräften des Sondereinsatzkommandos Cobra festgenommen.

Der 32-Jährige zeigte sich geständig, der Großteil der Beute konnte sichergestellt werden. Als Motiv für den bewaffneten Überfall gab der Steirer an, er habe sich mit Spekulationsgeschäften über ein Online-Brokerkonto hoch verschuldet.

Überfall dauerte nur 33 Sekunden
Der Überfall am Donnerstagabend dauerte gerade einmal 33 Sekunden. Der maskierte Täter war kurz vor Geschäftsschluss in den Schalterraum gestürmt und hatte die Kassierin mit einer Pistole bedroht.

Um 17 Uhr wären die Türen der Raiba versperrt gewesen – zwei Minuten davor stand der Unbekannte mit seiner silberfarbenen Pistole vor der Kassierin, die gerade die Tagesabrechnung machte. Sofort forderte er auf Englisch: "All money, no police" ("Das ganze Geld, keine Polizei"). Während ihm die 24-jährige Bankangestellte aus der Geldlade die Banknoten gab, rief sie zweimal nach ihrem Chef, der im Nebenraum saß. Als der Filialleiter (45) aufstand und zur Tür kam, bedrohte ihn der Räuber ebenfalls mit seiner Waffe.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen