Sa, 18. August 2018

Safes geknackt

19.12.2011 11:09

Serie an Einbrüchen in Fleischerei-Betriebe geklärt

14 Einbrüche in große Schlacht- und Fleischerei-Betriebe hat jetzt das Landeskriminalamt Niederösterreich geklärt. Eine rumänische Bande ist für eine Gesamtschadenssumme von 250.000 Euro verantwortlich, berichtete Sicherheitsdirektor Franz Prucher am Montag. Zwei in Villach festgenommene Verdächtige im Alter von 40 Jahren sind in Haft, ein 20 Jahre alter Rumäne, der in seiner Heimat verhaftet wurde, soll an Österreich ausgeliefert werden.

Die mutmaßlichen Täter gingen laut Oberst Ernst Schuch immer nach demselben Modus Operandi vor: Die namhaften Betriebe wurden im Internet ausgeforscht, dann reisten die Verdächtigen aus Rumänien bzw. Deutschland, wo einer der Verdächtigen lebte, an, um die örtlichen Gegebenheiten auszukundschaften.

Ausgehend vom ersten Fall am 28. Mai in Ruprechtshofen im Bezirk Melk lagen sechs Tatorte in Niederösterreich, die übrigen in Oberösterreich, der Steiermark, in Salzburg und Tirol.

Tresore aus den Wänden gerissen
Das notwendige Einbruchswerkzeug wurde unmittelbar vor der Tat im Umkreis des jeweiligen Betriebs gestohlen. Während ein Mann im Auto in einiger Entfernung wartete, drangen die beiden anderen in die Räumlichkeiten ein. Dort rissen sie in den Büros die Tresore aus den Wänden (Bilder), schnitten sie mit einer Trennscheibe auf und nahmen die jeweils beträchtlichen Bargeldsummen an sich.

Die Wahl war offenbar deshalb auf Fleischereien gefallen, weil der in Deutschland aufhältige Verdächtige als Zulieferer solcher Betriebe um die Gegebenheiten und auch die dort vorhandenen großen Geldsummen wusste, erläuterte Josef Grasel, Chef der Ermittlungsgruppe Einbruchsdiebstahl.

Verdächtige wurden observiert
Nach den ersten Einbüchen in Großfleischereien wurden 29 Betriebsstandorte überwacht, was Ende Oktober im Bezirk Hollabrunn zu einem Erfolg führte: Die Verdächtigen wurden im Nahbereich einer Fleischerei aufgehalten und kontrolliert. Aufgrund fehlender Beweise wurden sie zwar nicht festgenommen, dafür allerdings observiert - und nach einem Hinweis von Kärntner Kollegen vor einem geplanten Einbruch in Villach in der Nacht zum 4. Dezember festgenommen.

Ein 40-Jähriger ist laut den Angaben der Polizei voll geständig, während der zweite schweigt. Ein 21-jähriger Rumäne, der in Villach offenbar erstmalig dabei gewesen war, wurde angezeigt. Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte 20-Jährige wurde am 16. Dezember an seiner Wohnadresse in Rumänien festgenommen, ein Auslieferungsverfahren wurde eingeleitet. Das Verfahren gegen einen 19-Jährigen, der im August an einem Einbruch in Imst in Tirol mitgewirkt haben soll, wurde an die rumänischen Behörden übergeben.

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