KZ-Gedenkstätte

33 Schändungen, aber keine Täter

Oberösterreich
03.06.2023 09:00

Alle rechtsextremen Attentate, die seit mehr als zehn Jahren auf die KZ Gedenkstätte in Mauthausen verübt worden waren, sind bisher ungeklärt. Die Anzahl der Übergriffe kam erst ans Licht, nachdem parlamentarische Anfragen beantwortet werden mussten.

Was unseren Vätern der Jud, ist für uns die Moslembrut“. Oder auch: „Türk und Jud, giftig’s Blut.“ Mit derart menschenverachtenden Parolen verunzierten Unbekannte in der Vergangenheit in meterhohen Lettern die Außenmauer der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Allein seit 2012 gab es hier 33 Schändungen – keiner der Täter konnte bisher überführt werden.

Kritik an „Totschweigen“
„Die Vorfälle wurden nur durch Parlamentarische Anfragen der SPÖ-Abgeordneten Sabine Schatz bekannt. Leider hält es das Innenministerium nicht für notwendig, die Öffentlichkeit von sich aus über diese rechtsextremen Verbrechen zu informieren“, kritisiert Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ): „Demokratiepolitisch sollte das selbstverständlich sein.“

Forderung nach Videokameras
Auch Robert Eiter, Sprecher des Netzwerks gegen Rechtsextremismus, fordert von den Sicherheitsbehörden ein engagierteres Vorgehen bei der Klärung der Schändungen sowie sinnvolle Präventionsmaßnahmen wie den Einsatz von Videokameras. Beim Innenministerium verweist man etwa auf die standardisierte Ausbildung von Extremismuspräventions-Bediensteten.

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