Neue Bim-Strecke

Mega-Baustelle in Grazer Innenstadt geht bald los

Bald rollen in der Grazer Innenstadt die Bagger an: Bis Ende 2025 soll die Herrengasse durch eine neue Straßenbahnstrecke entlastet werden. Anrainern steht eine Geduldsprobe bevor. Am Dienstag lud die Stadt Graz Anrainer und alle Interessenten zu einem Info-Abend. Die „Krone“ hat sich vor Ort umgehört. 

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Es ist im Kern „nur“ eine rund 1,2 Kilometer lange neue Straßenbahnstrecke, doch die Bauarbeiten zur sogenannten Innenstadt-Entflechtung im Herzen der Landeshauptstadt werden in den nächsten Jahren für Furore sorgen. Seit rund 30 Jahren ringt die Politik um eine Entlastung des Öffi-Nadelöhrs Herrengasse, durch die sich derzeit sämtliche Straßenbahnlinien zwängen. Die maximale Frequenz ist aber ausgeschöpft, und bei Veranstaltungen im Zentrum stehen oft alle Bims still.

Eine zusätzliche Straßenbahnstrecke zwischen Jakominiplatz und Annenstraße (Details siehe Grafik) soll den Öffi-Verkehr künftig deutlich entlasten und auch mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger bringen.

Infoabend zwischen Neugier und Sorgen
Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2025 steht Anrainern und Verkehrsteilnehmern durch die größte Innenstadt-Baustelle seit Jahrzehnten aber noch eine Geduldsprobe bevor.

Bevor in wenigen Wochen die ersten Bagger anrollen, lud die Stadt Graz am Dienstagabend zu einer Infoveranstaltung in den Congress, wo Experten Anrainern, Geschäftstreibenden und allen Interessierten Rede und Antwort standen. „Den meisten Anwesenden geht es zunächst vordergründig um die Erreichbarkeit ihrer Wohnung oder ihres Geschäftslokals“, sagt Klaus Masetti von der Stadtbaudirektion.

„Wo sollen wir dann parken?“
Unter die Betroffenen mischte sich auch Katharina Tengler-Tscheppe, die ein Lokal in der Albrechtgasse betreibt. „Bis jetzt bin ich beruhigt, zumindest im ersten Schritt bin ich nicht betroffen. Aus meiner Sicht ist die Entlastung der Herrengasse auf jeden Fall ein wichtiger Schritt“, so die Gastronomin. Skeptischer zeigte sich hingegen ein Ehepaar, das seit 54 Jahren in der Radetzkystraße wohnt: „Unsere Hauptsorge sind die wegfallenden Parkplätze. Wir sind zwar auch Radfahrer, aber auch aufs Auto angewiesen.“

Jetzt geht’s los: Die ersten Schritte der Großbaustelle

  • Ab 20. Februar wird die Baustelle eingerichtet, die Regionalbushaltestelle Andreas-Hofer-Platz aufgelassen. Vorläufige Ersatzhaltestellen sind gegenüber der Oper eingerichtet.
  • Die Neutorgasse wird ab 6. März gesperrt, es geht richtig zur Sache und die Bauarbeiten beginnen. Gebaut wird ab März auch schon in der Radetzkystraße, die Straße wird aber erst im Juni gesperrt. 
  • Staus und Behinderungen sind vorprogrammiert, für Anrainer soll es Sonderlösungen sowie ein Ombudstelefon für Notfälle geben
  • Ein großer Brocken folgt dann erst im nächsten Jahr: 2024 wird die Tegetthoffbrücke saniert und für die Straßenbahnstrecke verbreitert. 
  • 75 Zonen-Parkplätze werden entlang der neuen Strecke dauerhaft wegfallen. 
  • Ende November 2025 soll die neue Straßenbahnstrecke samt neuer Geh- und Radwege fertig und befahrbar sein.
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